Reflektor im Eigenbau

Hallo!

Problemstellung:
Da ich wegen eines Fotoshootings angefragt wurde habe ich mir mal ein paar Gedanken gemacht. Ich würde das in jedem Fall gerne draußen machen, dass es um einen Kalender gehen soll und ich das im Studio - was ich nicht besitze - auch etwas steril finden würde.
Nun ließt man ja in jedem Buch, dass sich mit Portraitfotografie beschäftigt, dass man in jedem Fall etwas zum Aufhellen braucht, da man so viel negatives im Gesicht - z.B. Schatten unter den Augen u.ä. - einfach "weg aufhellen" kann. Nach einer schnellen Recherche bei eBay war mir dann klar, dass das auch günstiger gehen muss und so habe ich mich heute auf den Weg gemacht, nachdem ich im Internet verschiedene Varianten gesehen habe.


Der Einkaufszettel:
- Eine Springsonnenblende (für die Heckscheibe) ca. 90x50 cm
- Doppelpack Springsonnenblenden (für dir Seitenscheiben) ca. 44x36 cm
- Eine Rettungsdecke (gibt es auch ohne Verbandskasten drum herum) ca. 160x210 cm
- Isolierband in schwarz ca. 2,5 cm breit

Was ich noch Zuhause hatte:
- Tesafilm
- Doppelseitiges Gewebeklebeband ca. 5 cm breit
- Zwei Scheren (eine für das klebrige Zeug und eine für die dünne Folie der Decke)

Das Abenteuer Einkauf:
Zunächst folgte ich dem Tipp meiner Mama und fuhr zum Real um dort nach den Sonnenblenden zu gucken, aber da gab es nur diese Desigerndinger von Ed Hardy und das dann auch noch zu Einem Preis, den ich nicht bereit war zu zahlen.
Also ging es dann zum Hellweg - ein Tipp von meinem Papa - aber auch hier gab es nichts Schlichtes sonder dieses mal im Bärchendesign, der Preis war aber der gleiche.
Danach ging es zu meinem Baumarkt, dem Toom - früher der Marktkauf Baumarkt - und hier fand ich dann zumindest schon einmal mein Isolierband. Im Moment wird dort umgebaut, aber mir wurde der Freizeitmarkt vom Marktkauf empfohlen.
Dort führte mich mein Weg dann auch hin. Und tatsächlich! Hier gab es Sonnenblenden in meinen gewünschten Größen und auch die Rettungsdecke war einzeln zu erhalten.
Meine Tour durch alles was mir so an Bau- und Hobbymärkten bekannt ist - ich weigere mich den Hornbach zu betreten, daher fiel der raus - hat sage und schreibe nur 1 1/2 Stunden gedauert. Vom Zuhause ins Auto steigen bis zum wieder Aussteigen beim Nikografen um ihm meine Beute zu präsentieren.

Die Rechnung:
Große Sonnenblende - 2,79€
Kleinen Sonneblenden - 2,99€
Rettungsdecke - 2,09€
Isolierband - 2,29€
Zusammen = 10,16€

Aufbau:
Auf dem Bild hab ich mir dann schonmal alles zurecht gelegt, lediglich der Tesafilm fehlt noch, denn das hat sich erst später heraus gestellt, dass das doch sehr hilfreich ist, aber so weit sind wir ja noch nicht.


Durchführung:
Als erstes habe ich die Sonneblenden ausgepackt, die Saugnäpfe entfernt und danach die Decke ausgepackt. Diese habe ich entfaltet und erstmal ordentlich zerknüllt. Zum einen weil die Decke irgendwann eh falten bekommen würde und zum anderen wird das Licht so diffuser wiedergegeben, was eine weniger harte Ausleuchtung zur Folge hat.


Anschließend habe ich mir die Sonnenblende genommen, auf die Decke gelegt und erst einmal grob ausgeschnitten - das Finetuning kommt dann später.


Wichtig ist, dass man die beiden Seite getrennt aufklebt, da sonst beide Seiten silber oder gold werden würden. Ich wollte es mir auch erst einfach machen, aber dann ist mir mein Denkfehler doch noch aufgefallen.


Anschließend habe ich dann das Klebeband auf beide Seiten der Sonneblende geklebt - ich habe die relativ flächige Variante gewählt.


Erstmal nur die Schutzfolie an einer Seite abziehen, dann auflegen - zielen nicht vergessen - und gut an drücken.


In jedem Fall ist es leichter schon jetzt die Folie so gut wie möglich abzuschneiden, da es sonst doch etwas unnötig friemelich wird, wenn man sich dadurch wurschteln muss. Schließlich soll es ja später nicht nur funktionieren sondern auch noch ansehnlich sein. Man sollte allerdings nicht in den Stoffrand schneiden, weil dort ja der Draht verläuft, der die Sonneblende auf Spannung hält.


Damit die Kanten nicht ausreisen - so leicht wie die Folie sich schneiden lässt wird sie ja auch reißen, oder? - habe ich sie dann noch mit Klebeband verstärkt. Außerdem sieht es noch ein bisschen schöner aus, wie ich finde. Da die Folie aber leicht absteht habe ich sie in kurzen Abständen zunächst mit dem Tesafilm zusammengeklebt um dann nachher alles mit dem Isolierband abdecken zu können.


Auswertung:
Mit meinem ersten Versuch bin ich eigentlich doch ganz zufrieden, auch wenn ich sagen muss, dass das mit dem Isolierband doch etwas friemelich ist, da es ja halbwegs gleichmäßig auf beide Seiten verteilt sein soll.

Schlusswort:
Wer Lust hat, dem wünsche ich nun viel Spaß beim Nachbasteln, es ist auch gar nicht so schwer. Weil es eigentlich ganz gut funktioniert hat habe ich auch gleich noch die größere Variante mit der Sonnenblende für die Heckscheibe gemacht. Das hat auch genau so funktioniert wie hier und hat auch nicht wirklich länger gedauert. Kann auch gut daran liegen, dass ich den Dreh da schon ein wenig raus hatte. Vielleicht mache ich so was mit meinen beiden Männern ja auch nochmal, wenn einer von denen Interesse hat. Eine kleine Sonnenblende und auch was von der Isodecke ist noch über.

Ich hoffe ich habe hier alles verständlich beschrieben. Bei Nachfragen schreibt mir einfach eine Mail an:





Ob alles genau so funktioniert wie ich mir das erhoffe erzähle ich euch dann nach den ersten Testläufen.

Keine liebe & nette Meinung

Kommentar veröffentlichen

Vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast mir einen Kommentar zu schreiben. Ich freue mich sehr.Solltest du eine Frage haben, so lass mir doch bitte eine Mailadresse da, damit ich dir auch antworten kann.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...