Anno 1280 - Zeitreise auf dem Hof Kruse {2010}

"Gott zum Gruße",

mit diesen Worten wurden wir an der Brücke begrüßt. Mit dem Überschreiten ebendieser verließen wir das Heute und begaben uns ins Vorgestern oder noch eine Weile länger davor. Den Weg entlang ging es an einem Eisstand und einem Käseverkäufer, der nicht müde wurde seine Waren anzupreisen. Vom nächsten Stand konnte man die Augen vor lauter Funkeln und Glitzern nicht wenden, hier wurde Schmuck feilgeboten. Nur ein paar Schritte weiter gab es Kostproben von Likören wie "Herzdame" und "Kreuzritter" und wiederum am nächsten Stand konnte der "Fluch der Karibik" in Form von Trockenobst gekostet werden.





Über den Platz des Hof Kruse hinweg ging es zwischen einigen Bäumen hindurch auf eine weite Fläche, die wie im letzten Jahr viele Stände, das Heerlager und den Turnierplatz aber dieses mal auch die Bühne beherbergte.






Während sich auf der Bühne die Musikanten vorbereiteten erkundeten wir den Markt weiter. Vorbei am Seiler und seiner Frau, der Töpferin, dem Korbmacher zur Taverne. Hier war der einzige schattige Platz, der bei strahlendblauem Himmel und ungewohnt heißen Temperaturen stark frequentiert wurde.



Nach einem kleinen Abstecher zwischen den Zelten des Heerlagers hindurch ging es zu den Ständen der Händler. Hier gab es Hörner, Schwerter, Kleider, Haarspangen, Flaschen, Rüstung und traumhaftschöne Notizbücher.



Später als angekündigt setzte sich der Festumzug in Bewegung. Eine bunte Schar aus Rittern, Edeldamen, buntem Volk und Bettlern.



Neben vielen Erwachsenen gab es auch Kinder zu sehen, die ein großen Abenteuer erlebten. Es gab zwar auch bezaubernde kleine Damen in bestickten Kleidern, genau so aber auch kleine Bettelkinder, die barfuß über Stroh und Schotter liefen und Unterstützung baten.



So wie das Paar auf dem folgenden Bild machten wir uns vorüber gehend auf den Weg nach Hause. Das Wetter war traumhaft, nach einem so langen Winter jedoch sehr ungewohnt und freie Schattenplätze waren nicht zu bekommen. So fiel das Turnier am Nachmittag für uns zwar aus, doch wir freuten uns daher umso mehr auf etwas anderes - dazu später mehr.


Kurz nach 20 Uhr machten wir uns erneut auf den Weg nach Isselhorst. Es war deutlich kühler geworden und so konnte man das ganze Schauspiel wesentlich besser genießen. Das Treiben schien mit sinken der Temperaturen immer ausgelassener geworden zu sein - also durchaus eine gute Idee den Abend in einer anderen Zeit zu verbringen.


Nach einer weiteren Runde über den Markt machten wir uns nun doch noch auf zum Turnierplatz. Eine "Mutprobe im Reich des Feuers" war angekündigt worden. Die Ritter von Mandschur Tengri zeigten ihr Können. Wie im letzten Jahr wurden Ringe gestochen und Äxte geworfen. Zusätzlich galt es mit Drachenatem gefüllte Schweineblasen anzuzünden und nach brennenden Kelchen zu greifen.







Als finale Mutprobe galt es durch eine Wand aus Feuer zu reiten. Es war eine spektakuläre Show, die alles überstieg, was ich bis jetzt an mittelalterlicher Reiterei erlebt habe. Feuer ist eben immer wieder faszinierend - auch in der Gegenward.






Bevor wir von der Müdigkeit übermannt wurden genossen wir noch die Show dreier Feuerkünstler. Diese Kunst kommt erst im Dunklen zu ihrer Schönheit, wodurch sich das Verweilen in dieser anderen Welt noch mehr auszahlte.





Nach einem sehr langen aber genau so schönen Tag ging es zurück in die Gegenwart.

Ich hoffe, dass ich euch neugierig gemacht habe. Der Markt hat heute nur noch ein paar Minuten geöffnet, aber sicher wird es im nächsten Jahr eine weitere Fortsetzung von "Anno 1280" geben.

Kamera: Nikon D40

Eine liebe & nette Meinung

  1. Hey Mario,

    vielleicht ließt du das hier ja... Ich wollte mich nochmal ganz herzlich fürs Ausleihen deines Objektivs bedanken. War super lieb von dir.

    Lg Jakaster

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Vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast mir einen Kommentar zu schreiben. Ich freue mich sehr.

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