Mittelaltermarkt in Paderborn {2010}

Halli Hallo,

wie versprochen folgt an dieser Stelle nun, wie es mir am Tag an dem Deutschland 4:0 gegen Argentinien gewonnen hat (JUHU) in Paderborn ergangen ist.


Um kurz nach 11 Uhr ging es in Gütersloh los und nach einem kleinen Schlenker über Bielefeld waren wir schon schön angeschwitzt um etwa 12.30 Uhr in Paderborn. Abfahrt Schloss Neuhaus, links und sofort wieder rechts, danach kann man es wirklich gar nicht mehr verpassen. Uns begrüßte ein in der prallen Sonne liegender und fast völlig verweißter Parkplatz. Die nette Dame die wahrscheinlich zum Team vom Mittelalterspaß gehörte nahm uns unsere Karten ab und wollte sie trotz einreißens nicht wieder geben, dabei hätte ich sie wirklich gerne in mein Album geklebt, aber so muss der Flyer dran glauben, den es dieses mal wohl auch nur per Post nicht aber an der Kasse gab - wirklich schade.




Die ersten kostümierten Mittelalterfans drängten sich bereits um den Wasseranschluss und wässerten sich ausgiebig. Im Gegensatz zu der mittelalterlichen Band, bei der man sich fragte ob die Hälfte des Kostüms vergessen wurde und ob Unterwäsche und heraushängende männliche Pobacken damals gang und gebe waren, mussten die Händler und besonders die Ritter in ihren Gewändern wohl noch mehr schwitzen als wir - das Thermometer kratze an der 40°C Marke und das abgemähte Gras strahlte zusätzlich Hitze von unten ab.




Der Markt war klasse wie in jedem Jahr, aber leider total verlassen. Schätzungsweise waren 50 Besucher da. Es gab wie bei unseren letzten Besuchen viele tolle Stände mit grandiosen Kleidern, Taschen, Büchern, Drucken, Kinderspielzeug, Schmuck und natürlich Waffen. Der Schmied hatte zum Glück einen Platz sehr nah der Wasserquelle bekommen. Auch die Möglichkeit mit einer Armbrust zu schießen war erneut gegeben. Im Vergleich zu vor zwei Jahren hat sich unser Schütze sehr verbessert und es gehlten nur Millimeter um eine Falsche Met als Preis mit nach Hause nehmen zu können.




Da auf dem Markt wirklich tote Hose war muss ich mich wohl dafür entschuldigen, dass mir unter diesen Bedingungen wirklich nicht nach fotografieren war und ich meine Kamera doch lieber in der verhältnismäßig kühlen Tasche gelassen hab - gleich neben dem extra Vorrat an Flüssigkeit.



Bevor das heißersehnte Turnier starten sollte machten wir noch einen kurzen Abstecher zur Taverne wo es aus einem riesigen Holzfass auf magische Weise diverse Getränke aus kleinen Hähnen gab - sah wirklich gut aus - und so erfrischten wir uns mit einem Himbeersprudel aus dem Tonbecher.




Nun aber zum Höhepunkt des Tages (aus mittelalterlicher Sicht natürlich). Während wir noch an der Taverne im Schatten standen zog der Zug der Spielleute, Ritter und sonstigen Schaustellern an uns vorbei.


Neben der Räubertochter, die uns schon aus dem Jahr 2007 bekannt war gab es auch einige neue Gesichter unter den Rittern. So zum Beispiel Ritter Rudi, der mit seiner Aushilfsknappin direkt neben uns seine Waffen lagerte.




Wie es sich so gehört gab es neben 3 guten Rittern auch immer einen Bösen, der von den Zuschauern, die an einer Reihe des Platzes leider alle bequem Platz finden konnten und dabei auch noch auf dem Boden sitzend einen guten Blick hatten.



Nach etwa einer halben Stunde war das tolle Schauspiel dann leider auch schon wieder vorbei. Die Pferde durften auch unter die Dusche und die Ritter konnten aus ihrer Kostümierung heraus - den Pferden ist dies aufgrund des Wetters erspart geblieben.




Es war ein toller wenn auch sehr durchgeschwitzter Nachmittag, der uns wirklich sehr gefallen hat. Wenn nächstes Mal das Wetter etwas weniger heiß mitspielt, dann kann es nur noch besser werden - ein Markt lebt vom Publikum und das hat sich verständlicher Weise lieber Zuhause im Schatten aufgehalten.

Kamera: Nikon D40

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