Freilichtmuseum Detmold

Nach meinem letzten Aufreger nun wieder ein positiver Bericht. Heute verschlug es uns an einem warmen, aber leider bedeckten Tag ins Freilichtmuseum nach Detmold. Schon von den vielen freien Parkplätzen waren wir sehr begeistert, denn so hatten wir nicht nur die freie Wahl sondern hatten auch noch genug Platz um ein kleines Picknick vor dem Start zu veranstalten.





Durch den Eingang ging es an den quasselnden Kassiererinnen vorbei zur Wassermühle. Nach einem Blick auf die alte Technik ging es durch den Wald zunächst am Mausoleum vorbei zum Osnabrücker Hof. Hier konnte man ganz offizell alles anfassen und erkunden, wodurch unser Einstieg in die Reise durch die Zeit äußerst gelungen war. Leider war der zugehörige Bauerngarten geschlossen, doch auch aus der Distanz sah dieser sehr schick aus.




Vorbei an der Töpferei und seiner fleißigen Töpferin und dem eingepackten Kotten (eine Feuchtigkeitskur um das Holz zu erhalten wie wir erfuhren) ging es daraufhin zum Mindener Hof. Von einer kleinen Bank aus hatten wir einen besonders schönen Blick und konnten uns die kalten Hände an einem Tee wärmen.


Nachdem wir die ehemalige Fasanerie hinter uns gelassen hatten und vor dem noch bewohnten Bauernhof abgebogen waren standen wir nun auf dem Lippischen Meierhof. Hier wurden wir sowohl von Enten als auch von Gänsen begrüßt, wobei letztere uns wohl nicht in der Nähe ihres Teiches haben wollten. Zu meiner persönlichen Freude habe ich jedoch an diesem Tag meine erste Kastanie für dieses Jahr gefunden und auch gleich in die Tasche gesteckt.


Über einen sehr staubigen Weg, der von wohlerzogenen Kindern, in Gegenrichtung begangen wurde, gelangten wir zur Bockwindmühle. Nicht nur, dass die Lehrer als Grüppchen hinter ihren Schülern gingen und so weder die Schlägerei noch das unnötige herumstauben mitbekamen schafften es die Kinder nicht einmal Platz auf dem Weg zu machen, sodass wir über den Grünstreifen ausweichen durften. Ausflüge sollen Spaß machen, aber benehmen sollte man sich trotzdem und Lehrer sollten da doch den Mund aufmachen. Jetzt aber genug der Moral.



An der Windmühle bogen wir zum Paderborner Dorf ab. Dieses ist das größte Dorf im Museum und das einzige, dass zu jenem Zeitpunkt zu besichtigen war, da im Sauerländerdorf Arbeiten durchgeführt wurden. In der Schmiede konnten wir zusehen wie aus unansehnlichen Eisenstäben kleine Kustwerke wurden. Doch hielt es uns nicht lange, da der leckere Duft von frischem Brot und Kuchen in der Luft lag. In der Bäckerei starteten wir einen kleinen Einkauf und verputzten den Kuchen gleich auf der Bank. Mit Blumen hinter und dem See vor uns ernteten wir einige neidische Blicke einer Rentnergruppe.


Rund um den See ging es zum Haus der Gefühle. Dieses Gebäude wurde noch bis 1991 von einer alten Dame bewohnt. Kein fließend Wasser und alles sehr beängt. Während man außen mehr über die Geschichte der Bewohner und den Wandel des Hauses erfahren kann haben sich im Inneren Künstler ausgelassen. Ich fand es wirklich sehr sehr spannend, anregend und gut gestaltet, aber wer mehr erfahren will, der muss sich selbst auf den Weg machen.

Da das Sauerländer Dorf nicht besucht werden konnte machten wir uns auf den Weg zur Fotoausstellung, wo ich umgehend das Foto eines Mitstudenten entdecken konnte. Schon lustig, wie klein die Welt doch sein kann. Neben diesen aktuellen Fotos gab es jedoch auch viele alte Fotografien mit Erläuterungen zu welchem Anlass dieses entstanden war. Im Übrigen standen im ganzen Musem verteil nachgebaute alte Kameras, in denen Fotos angebracht waren. Diese konnten in der Ausstellung im Überblick betrachtet werden. Auch gab es die Möglichkeit sich auf einen alten Stuhl vor eine solche Kamera zu setzten. Ein schönes Foto konnten wir jedoch nicht ergattern.

Nach dem kleinen Ausrutscher in die Gegenwart ging es langsam auf den Rückweg, der uns an der Kappenwindmühle und ihren frechen, weißen, bärtigen Nachbarn vorbei führte. Von den Ziegen aus hatte man einen schönen Blick auf die Bockwindmühle.


Nachdem wir einen Blick in die alte Schule und den Westhellweg-Hof geworfen hatten, der ein sehr freches Pferd beheimatet gelangten wir zum Armenhaus, das leider geschlossen war.



Unsere letzte Station, mit bereits sehr platten Füßen war der Gräftenhof. Hier beeindruckte uns vorallem die winzige Insel mit dem Lagerhaus, das auch als Zuflucht bei Angriffen diente, aber auch der wunderbare Garten. Im Frühjahr und Sommer wird der Anblick sicher noch viel hübscher sein.


Als wir schon fast aus dem Museum heraus waren fiel uns auf, dass wir den Westmünsterländer Hof vergessen hatten. Doch statt umzukehren machten wir uns über die Reste unseres Picknicks her und beschlossen rasch, dass es so einen Grund mehr gab um sich erneut auf den Weg zu machen.

Und so soll es nun auch kommen. Spielt das Wetter am kommenden Samstag mit werden wir wohl erneut Gast im Museum sein. Hoffen wir also, dass es nicht regnet.


Kamera: Nikon D40

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