Lochkamera im Eigenbau

Am Sonntag ist es wieder so weit. Der Tag der Lochkamera wird wie immer am letzten Tag im April begangen. Da ich in diesem Jahr auch ein paar Fotos mit einer Lochkamera machen will habe ich mich in unsere Werkstatt begeben und habe mit der Hilfe meines Bruders aus einem Gehäusedeckel einen Umrüstsatz für meine Nikon gebaut. Hier kommt die Anleitung.

Für diese "Lochblende" brauchen wir: Klebeband, Bleistift, Geodreieck/Lineal, 5mm Bohrer, Senker (optional), Teelicht, Schere, Edding, Isolierband und eine (feine) Nadel. Natürlich auch einen Gehäusedeckel, der auf die Kamera passt. Entweder findest sich in der Kameratasche noch einer oder man kauft günstig im Internet (meiner hat jetzt 1€ gekostet).



Da sich auf dem schwarzen Kunststoff so schlecht anzeichnen lässt, das Loch aber in die Mitte soll haben wir uns mit Klebeband geholfen, auf dem lässt sich dann mit Geodreieck und Bleistift die Mitte markieren. 


Genau an diese Stelle muss dann das Loch mit 5 mm Durchmesser. Wer sich unsicher ist, kann auch erst kleiner vorbohren. mit dem Senker ist es ganz einfach den Rand zu entgraten. Dieser Schritt kann auch übersprungen werden, schöner und sicherer ist es aber.


Aus der Metallhülle des Teelichtes wird mit der Schere (das Metall ist sehr dünn, darum reicht die Schere aus dem Schreibtisch) ein Stück geschnitten, das etwa so breit ist, wie der Rand des Teelichts hoch. Es muss nicht so akkurat sein, da lediglich das gebohrte Loch damit abgedeckt werden muss.


Um Reflexionen zu vermeiden wird die Seite die später nach außen zeigt schwarz angemalt (geht mit Edding oder jedem anderen wasserfesten Stift).


Jetzt kommt alles zusammen. Das Metallstück wird mittels Isolierband befestigt.


Dazu den Deckel mit der Außenseite auf den Tisch legen und das Metallstückchen mittig platzieren (mit der geschwärzten Seite nach unten) und Flächig mit Isolierband festkleben.


Mit einer Nadel wird nun ein möglichst kleines Loch durch Metall und Isolierband gestochen. Am besten von vorne um die Mitte möglichst genau zu treffen.


So sollte das Ergebnis dann aussehen. Je kleiner das Loch ist, desto länger ist zwar die Belichtungszeit, aber desto schärfer wird das Bild. Mein erster Anlauf war leider nicht so toll, aber mit dem zweiten könnte es klappen.


Am Sonntag werde ich in bestimmt ein paar Fotos machen und im Notfall bastel ich schnell eine neue Blende. Teelicht und Isolierband habe ich noch.

Keine liebe & nette Meinung

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