Osterräderlauf Lügde

Wie geplant ging es am Ostersonntag mit der ganzen Familie und zwei Stativen bewaffnet nach Lügde. Wir sind zwar ein ganzes Stück gefahren, aber es hat sich doch gelohnt und ich will unbedingt noch einmal wieder kommen.



Im Ort angekommen wurden wir durch nette "P"-Schilder zu den verschiedenen (kostenlosen) Parkplätzen geleitet. Auf dem ersten war nichts mehr zu finden, außer wirklich schicken Autos, auf dem zweiten sah es schon besser aus. Entgegen der Fahrtrichtung wurden wir durch eine Einbahnstraße geleitet und kamen auf einen Parkplatz direkt am Wasser, vielleicht eine Art ehemalige Befestigungsanlage der mittelalterlichen Stadt. Von netten Männern in leuchtenden Westen wurden wir auf einen Platz gewiesen und bekamen sofort für 5 € unsere "Eintrittskarten" verkauft. Die gelben Fähnchen sollten gut sichtbar an der Kleidung angebracht werden. Es war schon nett alle Leute mit ihren Farbklecksen zu sehen.


Entlang der Emmer war auf der Festwiese ein Bauernmarkt aufgebaut. Unser kulinarisches Highlight war eine sehr leckere Bisonbratwurst, sollte man bei Gelegenheit mal probieren. Neben Livemusik gab es Spielbuden, Ponyreiten und jede Menge "Fressbuden". Einen Seiler, einen Leiterverkäufer und einige Hand- und Kunstwerker. Für jeden Geschmack war also vor Beginn der Veranstaltung schon einiges geboten. Überall wurde das Thema Feuer aufgegriffen, so z.B. mit Fackeln auf Flößen oder auch Lichtern auf dem Hang am gegenüberliegenden Ufer auf riesigen Lichterbäumen oder in Form eines Drachen oder eines Schiffes angeordnet.



Neben Menschen waren auch einige Hunde anwesend. So langsam entwickele ich mich doch noch zum Dackelfan. Sie sehen ja schon süß aus, aber wenn ich mal einen eigenen Hund bekomme, dann sollte er doch etwas größer sein. Kniehoch (mit dem Rücken und nicht mit dem Kopf) fände ich schon schön. Gerade unter den älteren Menschen mit ihren winzigen Schoßhündchen verbreitet sich aber der Trend kinderwagenartige Geräte zum Transport zu verwenden. Über Sinn und Unsinn muss jeder selbst entscheiden.


Um 21.00 Uhr sollte das Highlight des abends endlich starten. Schon vorher hatten wir uns einen Platz gesucht, doch leider hatte ich mich für das falsche Stativ entschieden. Das kleine Tamrac-Stativ ist zwar praktisch aber einfach zu klein, wenn ausgewachsene Menschen vor einem stehen. Wer her einen guten Platz haben will, der sollte mindestens 1,5 Stunden vorher am Ort des Geschehens sein und sich einen Platz direkt am Zaun reservieren. Da das Stativ zu klein war habe ich es gewagt freihand zu fotografieren.


Zunächst wurde das Osterfeuer entzündest. Offenbar war es doch nicht ganz trocken so schön wie es gequalmt hat. Hier wird noch richtig was für den Klimawandel getan. Zum Glück hatten einige tausend Leute etwas davon, besser als viele Lagerfeuer für nur einige wenige Personen.


Unmittelbar vor dem Beginn der Läufe gab es ein Feuerwerk entlang der Strecke und die örtliche Blaskapelle spielte auf.


Oben auf dem Berg neben dem Osterfeuer wurde im Kreise der aktiven "Dechen" das erste Rad entzündet. Als es in Flammen stand wurde es den Berg herab gerollt. Unter Jubelrufen rollte es herab, bis es in einem Zaun landete. Hier wurde das brennende Stroh heraus geholt, da die Räder nicht verbrennen sollen, sondern viele Jahre im Einsatz sind.



Insgesamt rollten sechs Räder den Berg herab. Ihre Inschriften und vieles andere lässt sich auf der Seite des Osterräderlaufes nachlesen. 






Nach dem alle Räder im Tal waren und die Kapelle zu Ehren jedes einzelnen Rades gespielt hatte gab es ein großes Abschlussfeuerwerk. Auch dieses habe ich wieder freihand fotografiert, was überraschend gut geklappt hat.






Danach ging es auf dem Festplatz noch weiter, doch hatten wir noch einen langen Weg vor uns und waren durchgefroren. So machten wir uns auf den Weg nach Hause. Hoffentlich war das nicht mein letztes mal!

Kamera: Nikon D40

2 liebe & nette Meinungen

  1. Wow! Tolle Fotos! Ich mag auch so tolle Fotos machen können.
    LG Alex

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Alex,

      ich freue mich, dass die Fotos so gut ankommen. Ich hatte mein Reiseobjektiv dabei, das war aber zu klein und zu wackelig. Darum musste ich dann ganz ruhig atmen und versuchen das freihand bei der Dunkelheit hinzubekommen. Der Ausschuss bleibt hier mal lieber unerwähnt.

      Liebe Grüße
      Rebecca

      Löschen

Vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast mir einen Kommentar zu schreiben. Ich freue mich sehr.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...