Der Nähkurs kann kommen...

Jetzt sind es keine drei Wochen mehr bis der Nähkurs los geht. Voraussetzung ist, dass man seine Maschine schon ein bisschen kennen gelernt hat. Nur mit Tatü-Tas kann das natürlich nichts werden, also musste dringend was neues her. Ich sammel schon seit einer ganzen Weile Schnittmuster. Zwar wusste ich nicht, dass ich selbst nähen würde, aber meine Mama hat schon immer gerne genäht - auch für ihre Kinder.


Mit Vlies (Reste von meiner Fotobella) und wieder dem schönen schwarz-weiß-kariertem Stoff habe ich ein Täschchen genäht. Zwei Fächer für ein bisschen Kleinkram, z.B. meine Tatü-Ta aus dem gleichen Stoff, verschlossen mit einer Klappe, damit nichts raus fallen kann. Befestigt wird das ganze mit zwei Stoffstreifen, die an einer Seite angenäht sind und an der anderen mit einem Knopf befestigt werden. Also eine Premiere: meine ersten Knopflöcher.

Das Dutzend ist voll

Wegen der Arbeit bin ich bisher nicht wirklich zum Nähen gekommen. Warum sind Frühschichten nur so anstrengend? Trotzdem wollte ich meinen ersten Auftrag gerne noch vor dem Wochenende abarbeiten. Abarbeiten: Klingt nach arbeit, ist es aber nicht, mir fällt nur kein besseres Wort ein. Mein Papa hat in der Arbeit von meinem neuen Hobby berichtet und die Kolleginnen waren neugierig, also sollte für sie nun auch etwas gezaubert werden.

Oha, noch eine Tatü-Ta

Damit auch der geschätzte Herr Nikograf seine Nase stilvoll putzen kann musste noch ein passendes Modell her. Blümchen noch aus Omas Sammlung (vielleicht mal eine Schürzte oder ein Kittel?) und die Bettwäsche vom kleinen Bruder (gar nicht wieder zu erkennen).


Die Schneidematte als Hintergrund mag ja kreativ sein, aber hübsch geht anders. Ich muss mir da noch mal was einfallen lassen. Aber zu viel Selbstkritik ist in der ersten Woche an der Maschine ja auch nicht gut, also lobe ich mal lieber Giselas und meine Teamarbeit, denn das Absteppen der Streifen neben der Öffnung wird immer genauer. Übung macht den Meister.

Das hört ja gar nicht mehr auf

Ich hatte heute nicht wirklich viel Zeit und es macht so viel Spaß und eine Kollegin hatte auch schon gefragt, also sind es noch mehr geworden.


Die pinkfarbene Tatü-Ta geht an meine Kollegin, die karierte bleibt bei meinen Nähsachen (man beachte bitte das Muster: ganz mutig diagonal zugeschnitten) und das maritime Modell mit pinken Details wandert in meine kleine Handtasche.

Ich sehe es ja ein, die Arbeitsplatte in der Küche ist nicht besser, aber zum Zeitpunkt der Fotos war das alles hier nicht geplant.

Die vermehren sich ja fast von alleine

Weil gestern alles so gut geklappt hat, habe ich heute erstmal eine Schablone aus Pappe gebastelt. Lieber einmal genau messen als zig mal ungenau, da lohnt die Arbeit dann doch. Und schwups waren es schon drei mehr.


Zwei haben mich schon wieder verlassen. Die oben links ist aus der alten, geliebten und leider nach etlichen Jahren zerschlissenen Bettwäsche meines Bruders und geht auch an ihn zurück. Die unten links bekommt eine liebe Freundin von mir, die mich am Freitag besuchen kommt. Hoffentlich freut sie sich, aber Farbe und Muster sollten schon zu ihr passen. Die unten rechts ist ja schon bekannt und die oben rechts finde ich doch sehr blass, aber etwas besonderes ist sie schon, denn der Stoff für das Futter war zu schmal, so dass ich aus einem langen Streifen mit einer zusätzlichen Naht einfach ein breites Stück gemacht habe (habe ich erwähnt, dass ich zum zweiten Mal an einer Nähmaschine gesessen habe?).

Der Hintergrund (mein mit Arbeit überhäufter Schreibtisch) ist wirklich nicht schön, aber ich wollte nur schnell ein Foto machen um es Freunden zu zeigen, die neugierig waren und jetzt landet es doch hier. Leider sind ja schon zwei weg, also ist neumachen auch nicht mehr drin.

Meine erste Tatü-Ta

Nachdem Gisela gestern nur bestaunt wurde musste ich sie dann heute unbedingt anmachen und benutzen. Wie konnte ich mir das gestern verkneifen? So schwer, dass man angst haben müsst ist es nämlich gar nicht. Vorbereitet hatte ich mich natürlich - so eine Unart von mir. Ich hatte in paar Youtube-Videos gesehen und schnell war klar, was es werden soll. Eine Tätu-Ta. Einfach und für Heuschnupfengeplagte wirklich praktisch.


(Video: Gabriele Conrath www.conga-baeren.de)

Nach dem klar war wo der Faden lang muss und Ober- sowie Unterfadenspannung eingestellt waren konnte es endlich los gehen. Aus der großen Restekiste habe ich zwei Stoffe herausgesucht die farblich zueinander passten und schon ging es los. Die Anleitung ist wirklich gut erklärt, am schwersten war das Absteppen entlang der Kante an der sich Innen- und Außenstoff sichtbar treffen. Bestimmt nicht meine letzte.


Die Tatü-Ta wandert erstmal in meine Arbeitstasche.

Gisela ist da

Eigentlich sind es ja noch genau 8 Wochen bis zu meinem Geburtstag, aber meine Eltern hatten eine riesige Überraschung für mich, die nicht länger warten konnte. Einen Nähkurs und dazu eine niegelnagelneue Nähmaschine.


Sofort wurde sie auf den Namen Gisela getauft und eine sichere Transporttasche für sie gekauft. Das Foto ist leider nicht das schönste, aber ich denke einfach nie dran, ein schöneres zu machen.

Zitat #87

"Wir versuchen es nicht, weil es schwer ist, sondern es ist schwer, weil wir es nicht versuchen."
(Unbekannt)