Der Auflösung letzter Teil

Die ganze Woche nun freue ich mich darauf endlich die Fotos vom letzten Samstag zu zeigen. Am frühen Nachmittag ging es los. Noch ein Tisch dazu, drei Maschinen drauf, Schneidematte, Bügelbrett und ran an den Stoff. Ja, es sieht wüst aus, aber so ist das nun mal und Spaß muss nicht immer durchgestylt und aufgeräumt sein. Wenn ihr Proviant habt, dann kann es endlich losgehen.



So sieht es also aus, wenn Männer nähen. Hoch konzentriert. Der Schatz und sein (oder doch seine?) Siggi hatten nun zum ersten Mal das Vergnügen und Mario und seine Janome kennen sich ja schon ein bisschen länger, auch wenn er Zuhause doch lieber mit seiner Dorina näht. Gisela und Carina durften im Schrank bleiben, denn gerade nähe ich viel lieber mit Riccarda, das Alter sieht man ihr doch ein bisschen an, aber immerhin ist sie schon so alt wie ich. Ja, die Dose ist nicht hübsch, aber ich komme einfach nicht dazu ihr einen schicken Überzug zu nähen - kommt sicher noch.


Der Schatz hatte ja den Vorteil, dass schon alles zugeschnitten war. So wurde hier schon mal fleißig die "Anleitung" studiert, denn so richtig viel helfen durfte musste ich nicht.


Weil es einfach so viel bequemer ist und man sich ausbreiten kann wird bei uns auf dem Boden geschnitten. Mit Moritz dabei ist das gar nicht so einfach, denn da wird man vom Schnuffel schon mal angeschnuffelt. Oberstes Gebot ist natürlich "Rollschneider sichern!" denn eine neugierige Hundenase an der scharfen Klinge mag ich mir lieber gar nicht vorstellen. Die Hose, die ich für meine L&P Tasche angeschnitten hatte musste weiter dran glauben.


Der Zuschnitt ist erledigt und natürlich muss ich mal Mädchen ein bisschen tüddeln. Punkte müssen wohl im Trend sein, aber nur einer der Stoffe stammt aus meiner Kollektion. Mario hat auch einige Schätze die mir richtig gut gefallen. Vielleicht kann man da ja mal ein bisschen tauschen.


Warum auch immer ist bei der Janome zwar ein Knopflochstich aber kein Knopflochfuß dabei. So durfte Mario dann die Knopflöcher mit Riccarda nähen. Sicher hätte er es auch so geschafft, denn Knopflöcher gehen bei seiner Lieblingsmaschine (ja, er hat mehr als eine!) nur komplett manuell.


Der erste Zwischenstand. Jeder ist nun stolzer Besitzer einer Handytasche. Welche wem gehört ist auch auf den ersten Blick klar. Meine gab es am Donnerstag, ja schon ausführlich zu sehen, darum gibt es hier nur einen genaueren Blick auf die Modelle vom Schatz und von Mario.


Mario hat sich für die klassische Kombination aus Jeans und rotem Pünktchenstoff entschieden. Dazu schicke rote Nähte und einen passenden Knopf. Ich bin ja immer begeistert, wenn ich sehe wie gerade die mittlerweile sind. Hach, da ist man schon stolz auf den besten Freund. Leider ist die Kombination aus großem Handy und dicker Jeans nicht so perfekt. So wird der Prototyp wohl verschenkt un eine weitere Version folgen. Die darf dann gerne 1 cm breiter und 2 bis 3 cm höher werden. Puh. Wo ist denn bloß der ganze Stoff geblieben. Für das nächste Mal sind wir also schlauer.


Im letzten Jahr hatte der Schatz sich schon Jeansgarn besorgt (etwas dicker und eben in dieser typischen Farbe). Damit wurde nun genäht und so ist diese Holzfällertasche entstanden. Jeans mit Flanellhemd. Ich finde ja es passt zu ihm, aber leider sieht das Handy es auch hier anders. Warum müssen Männer auch immer so große Handys haben? So kommt nun eben was anderes in das Täschchen und es könnte auch nochmal etwas nachkommen. Wobei da der Erfinder durchkommt und an etwas eigenem gearbeitet wird. Er hat aber schon gefragt ob ich das auch wieder zeigen will.


Eine Stärkung darf nicht fehlen. Es gab Mini-Bananenmuffins nach dem Rezept von Kerstin. Nicht hübsch fotografiert, aber ich hab beim Nähen zwischendrin immer mal ein bisschen geknipst, denn das muss auch mal sein.


Auf geht es in die zweite Runde, draußen ist es schon dunkel geworden. Hochkonzentriert wird hier an einem eigenen Entwurf gearbeitet - auch wieder ein Prototyp, aber so ist das eben, wenn man viel neues ausporbieren will.


Ehrgeizig musste nun selbst Schrägband gemacht werden. So richtig zufrieden war der Schatz mit dem Ergebnis nicht, aber dafür ist er nun wieder ein bisschen schlauer. Mal sehen ob er es nochmal versucht oder einen Laden findet, der Schrägband verkaut. Mario war vor unserem Treffen noch in der Stadt. "Schrägband? Haben wir nicht. Paspel? Was ist das?" Na super. Dann soll sich aber niemand beschweren, wenn die Geschäfte es so schwer haben und alles online gekauft wird. Da kennt man so ausgefallenes Zeuges nämlich.


Moritz musste natürlich auch helfen. Webkanten darf er gerne annagen. An Stoff geht er sonst zum Glück nicht dran. Da ist der selbstgemachte Teddy im Büro (und der sitzt schon auf dem Schrank) und die Arbeitshandschuhe im Rucksack schon gefährdeter. Die bekommt man des öfteren vor die Füße gelegt. Auch an die Pedale geht er nicht ran. Da darf er gerne entspannt unter dem Tisch liegen.


Ganz am Anfang hatte ich Mario eine Tatü-Ta genäht. Und irgendwie hat es mir der Stoff angetan. Ich glaube, dass meine Oma da mal eine Schürze raus hatte. Genau der sollte es also werden. Mario hatte sich gewünscht etwas mit Paspel und Schrägband zu nähen und da kamen mir natürlich gleich die MugRugs in den Kopf, denn mir würde gerade nicht einfallen wollen, dass ich sonst mal mit Schrägband gearbeitet hätte.

Das Nadelkissen war übrigens eines der ersten Projekte, die Mario und ich zusammen genäht haben. Nur die Kürbisform war dann doch zu weiblich. Die ganzen Nähfüße habe ich vom Schatz bekommen und Mario durfte sie nun testen, denn der "normale" Fuß war festgeschraubt und der Reißverschlussfuß hatte so ein Adapter zum Wechseln. Mal gut, wenn man vorbereitet ist.


Nur nicht so schüchtern. Ich finde, dass dein Untersetzer toll geworden ist. Mein ersten Versuch mit Schrägband war auch weit entfernt von perfekt und eckiges habe ich auch noch nie eingefasst. Von vorne sieht er aber klasse aus und darauf kommt es ja erstmal an. Den würde ich so glatt auch nehmen. Sieht so harmonisch aus mit dem weiß, dem Leinen und dem Label.


Moritz geht schlafen und wir gucken und an was so entstanden ist.


Diese beiden dürfen nun auf Marios und meinen Schreibtisch, damit Glas und Flasche endlich einen schönen Platz bekommen.


Mario kann sogar noch einen Gast empfangen, denn es gibt zwei Kreise mit Paspel. Vielleicht kommt ja auch noch ein Blümchenuntergrund drunter.


Mit dieser Ausbeute ist Mario nach Hause gegangen. Ich finde ja, dass sich das absolut sehen lassen kann!


Das hat der Schatz geschafft. Sicher nicht wie gekauft, aber dafür mit ganz viel Liebe und voller eigener Ideen. Was das für eine Rolle ist?


Klein Moritz ist doch ein schicker Dackel und da kann er natürlich im Winter keine hellgrünen Froschkönige und im Februar weihnachtliches rot-grün tragen. Außerdem macht Halsbändernähen total viel Spaß. Zusammen mit den Halsbändern, die schon vorhanden waren (schon immer hatte die Mama vom Schatz Rauhaardackel) hat sich ein bisschen was angesammelt. Jetzt sind sie hübsch übersichtlich in einer Tasche aufbewahrt und auch die Beutelspender lassen sich einfach mit aufwickeln. Die Idee ist super und der Prototyp funktioniert schon mal.


So sehr ich mich mit den beiden über ihre Werke freue, so sehr bin ich aber auch von der neuen Farbe in meiner Handtasche begeistert. Die Tasche hat mich gezwungen hier nochmal gezeigt zu werden und ohne den Untersetzer wollte sie einfach nicht. Jetzt habt ihr es aber auch fast geschafft - versprochen.

Erinnert ihr euch noch an das Ratebild?


Hier kommt nun die Auflösung, quasi das abschließende Gruppenfoto.


Bevor ich euch nun morgen verrate was ich für andere genäht habe (letzte Woche habe ich es einfach nicht geschafft) geht es noch zum Freutag und zu Alles für den Mann, denn eine "Alles vom Mann"-Linkparty kenne ich nicht.

PS: Dies ist schon mein 700ster Post. Wann ist das denn bitte passiert?

15 liebe & nette Meinungen

  1. Liebe Rebecca,
    was für ein wunderschöner Bericht ;o)
    Ich weiß jetzt nicht wirklich wenn du glaubst mit den Chaos Bildern zu schocken?
    Also es gibt sicher Momente da sieht es bei mir deutlich schlimmer aus!
    (alleine mein Hund ist schon einiges größer und sein Aktionsradius doch um einiges höher *räusper*)
    Für mich sieht das nach einem entspannten freundschaftlichen Nähkollektiv aus.
    Die produzierten Werke können sich allemal sehen lassen.
    Immerhin hat Mario die Tasche für Nadelspiele bereits fertig. Eine solche steht schon so lange auf meiner Liste.
    Also ich finde ihr seit ne prima Truppe ;)

    Dir wünsche ich einen schönen Herzitag <3
    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Hallo Nicole,

      habe ich in Gedanken was falsches geschrieben? Mario hat eine Handytasche, die nun doch bei seiner Mama gelandet ist, und den blumigen Untersetzer genäht. Der Schatz eine Krimskramsmöchtegernhandytasche und eine Rolle für Halsbänder. Stricken kann Mario nämlich nicht - nur häkeln - und bei seinen Nadeln war schon eine Tasche dabei :) Aber für meine Knookingnadeln wollte ich da noch was machen. Danke fürs erinnern.

      Hat auch echt Spaß gemacht und so ein knuffeliger Hund, der da ganz entspannt bleibt, wenn alles rattert ist schon echt angenehm. Da bin ich richtig dankbar, dass er da so gelassen ist und alles mit macht.

      Liebe Grüße
      Rebecca

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  2. Du hast das Ratefoto ja nicht nur verpixelt, sondern auch noch verzerrt, Du Schlingel!!!
    Einen gemütlichen Tag habt Ihr Euch gemacht und tolle Sachen sind entstanden.
    Das gibt es bei Euch jetzt bestimmt öfter?

    Liebe Grüße und schönes Wochenende
    Ina

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    1. Hallo Ina,

      ich wurde gezwungen. Ich hätte es ja nur unscharf gemacht, damit man noch was raten kann. Mit Mario habe ich ja schon öfter genäht und wenn der Schatz mag darf er gerne mitmachen. Die Küche ist ja groß genug.

      Liebe Grüße
      Rebecca

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  3. Baoh, der Blümchenstoff für den Mugrug ist ja wahnsinnig toll. Da hab ich mich glatt verliebt. Irgendwie steh ich voll auf Blümchenstoffe. Fand den von deiner Schürze auch schon so toll.
    Super, dass sich die beiden Herren auf die Nähsession mit dir eingelassen haben. Sowas macht echt Spaß und wenn man außerdem noch etwas Wissen weitergeben kann ist das noch besser.
    Ihre Ergebnisse finde ich übrigens klasse. Auch wenn die Handytaschen vielleicht etwas zu klein sind. Ist noch kein Meister vom Himmel gefallen ;o) Aber ich kenn das auch mit der Größe man muss mindestens 4 cm Nahtzugabe bei der Breite geben. Und die Breite setzt sich auf Umfang : 2 bzw Breite + Dicke des Handys zusammen. (Äh ist das verständlich?) Und wenn man rundherum absteppen will, vorausgesetzt die Maschine macht das, dann besser sogar 5 oder 6 cm Nahtzugabe. Sollte es dann zu weit sein kann man immer noch zurückwenden und nochmal enger nähen.

    Liebe Grüße, Carmen

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    1. Hallo Carmen,

      die Idee kam ja sogar von den beiden. Mario hat gefragt wie das mit der Paspel geht und der Schatz hatte da ja die Tasche zugeschnitten bekommen.

      Vor Weihnachten habe ich gegrübelt und überlegt wie das wohl mit dem Zugband klappen könnte und mit dem Knopfloch und am Ende hatte ich keine Lust mehr und hab mir den Schnitt gekauft. Alle die ich genäht haben, haben gepasst, aber dann war der Stoff von den beiden dicker und das mit den Nähten ist noch nicht so geübt. Es wird wohl auf 1 cm in der breite (es passt, aber die Lautstärketasten werden betätigt) und 5 bis 6 cm in der Länge (ist ja auch einem Streifen genäht) in der Länge rauslaufen, denn da fehlt dann doch ein bisschen was. Zum Glück ist von allen Stoffen noch genug übrig :)

      Liebe Grüße
      Rebecca

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  4. Ich finde es so toll, dass ihr ein gemeinsames kreatives Hobby habt. Alles kann sich sehen lassen!
    LG Janine

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  5. Liebe Rebecca
    ¨Was für ein toller Post und was für schöne Bilder.. also ich muss sagen ihr scheint eine super harmonischen Abend gehabt zu haben und tolle Werke sind dabei entstanden
    ich hab mal schnell meiner Ronja das Bild von Moritz unter die Nase gehalten und sie hat die Pfote auf den screen gelegt :-)))
    Sie liegt immer unter meinem Nähtisch wenn ich am werkeln bin :-)
    Ich wünsche euch ein entspanntes WE
    Herzliche Grüsse
    Tanja

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    1. Hallo Tanja,

      Moritz muss immer mitten drin statt nur dabei sein. Bei mehren Leuten ist das also unter dem Tisch, auf der Schneidematte oder auf dem Schoss. Wenn ich in meinem kleinen Zimmerchen nähe, dann habe ich einen Hocker und dann liegt er am liebsten da drunter. Mir macht das mit der neugierigen Nase und den Nadeln immer ein bisschen Sorge. Alles was erreichbar ist, ist vor der nicht sicher :D

      Liebe Grüße
      Rebecca

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  6. Sieht aus als hättet ihr viel Spaß gehabt! Und tolle Sachen sind dabei rausgekommen. Schön :)

    Liebe Grüße, Jessica

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  7. Wow..... ich finde es klasse, wie ihr da zu dritt zusammenhockt und konzentriert "alle zusammen und jeder für sich" näht!!! Und auch so tolle Dinge..... echt...... ein großes Lob an die Jungs und auch ein Moritz für seine Geduld ;-)
    Liebe Grüße,
    Betty

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  8. Wow, wart ihr fleißig!! Wahnsinn, was ihr alles geschafft habt.
    So eine gemeinsame "Nähstunde" stelle ich mir sehr interessant vor :-)
    so süß und konzentriert "deine Männer" am Nähen...
    Liebe Grüße
    Veronika

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  9. Deine "Männer" waren ja ganz schön fleissig. Sooo viele schöne Handy-Tachen und Untersetzer. Die Halsband-Rolle gefällt mir persönlich am besten!
    In der Gruppe macht alles viel mehr Spaß und von den Muffins ist sicherlich nix mehr übrig :) sooo lecker sehen sie aus!

    Liebe Grüße
    Gusta

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    1. Hallo Gusta,

      die Halsbandrolle mag der Schatz nochmal machen, vielleicht gibt es dann ja eine Anleitung. Wobei: Hat jeder Hund so viele Halsbänder? Von den Muffins sind doch ein paar übrig geblieben. Die schmecken so lecker bananig, machen aber doch sehr satt!

      Liebe Grüße
      Rebecca

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  10. Liebe Rebecca,

    das sieht einfach nach einem richtig klasse Tag aus. Ich finde es super, dass ihr so zusammen näht. Echt spitze. Außerdem habt ihr ganz tolle Dinge dabei entstehen lassen. Richtig klasse!

    Liebe Grüße,
    Viktoria

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