Der Tote und das Mädchen von Martina Bick {Rezension}

Der erste Fall für Marie Maas – eine außergewöhnliche Kommissarin stellt sich vor. „Wetten, dass es in Hamburg wieder einen Toten gibt, wenn ich nach dem Urlaub ins Büro komme?“ Marie Maas hat gerade erst einen erholsamen Kurzurlaub an der Nordsee verbracht und hätte eigentlich gern noch etwas mehr Zeit für ihren Liebhaber. Doch die Pflicht ruft, schließlich trägt man als Chefin der Hamburger Mordkommission eine gewisse Verantwortung – und natürlich wartet schon ein neuer Fall auf sie. Der Devisenmakler Horst Reimann wurde in seiner Wohnung erschossen. Hat der Mord etwas mit den illegalen Waffengeschäften des Opfers zu tun? Oder wurde er von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt? (Klappentext)



Zum Inhalt: 
Marie Maas kehrt nach einem Kurzurlaub mit ihrem britischen Freund Tomkin am Montag zurück in ihr Büro in Hamburg. Sie ist die Chefin der Mordkommision und riecht bereits, dass es einen neuen Fall gibt und so ist es auch. Der Devisenmarkler Horst Reimann wurde erstschossen doch es will einfach nichts passen. Der Tote liegt direkt hinter der Eingangstür zu den Büroräumen – der Mörder muss also hier herein gekommen sein, denn er wurde von vorne erschossen. Doch wie passen die Einbrauchsspuren am Fenster und das verwüstete Büro eines angestellten dazu? Marie beginnt mit ihren Kollegen zu ermitteln und schnell sind die Fingerabdrücke aus dem Büro einem bekannten Kriminellen zugeordnet. Dieser gesteht den Einbruch, jedoch nicht den Mord. Was steckt dahinter? Der Devisenhandel war offenbar nur der Deckmantel für illegale Waffengeschäfte. Was wissen der Angestellte und die Sekretärin. Immer tiefer Gerät Marie in die Vergangenheit des Toten und stolpert über eine verstoßene Geliebte und eine uneheliche Tochter. Welche Rolle spielen sie? Nach und nach packen die Sekretärin und die ehemalige Geliebte aus. Der Fall scheint abgeschlossen und Marie und Tomkin kehren in ihre Ferienwohnung am Meer zurück und während Marie nicht schlafen kann fügt sich alles zusammen und sie kommt der Wahrheit auf die Spur.


Meine Meinung:
Mit gerade einmal 178 Seiten ist dieses Buch für meinen Geschmack eher ein Heftchen. Erst habe ich gespannt angefangen zu lesen und bin dann immer wieder über „daß“ gestolpert, was meinen Lesefluss doch stört, da ich seit der ersten Klasse die neue Rechtschreibung gelernt habe. Und dann war da dieses Gespräch zwischen der Ermittlerin und der in den 1970er Jahren geborenen Sekretärin in der die Sekretärin als junge Frau beschrieben wurde. Mal eben überschlagen und beschlossen, dass mittevierzig nicht alt ist aber auch definitiv nicht mehr jung. Woraufhin ich mal das Internet befragt habe und diese „Neuerscheinung“ sich als digitale Ausgabe eines bereits 1995 erschienen Buches herausstellte. Ich habe ja nun wirklich nichts dagegen Bücher nach so langer Zeit noch einmal zu verlegen, aber dann bitte als „jetzt auch als Ebook“ und nicht als Neuerscheinung und bitte Korrekturgelesen. Die Tochter des Devisenmaklers heißt Anne. Doch immer wieder stand dort „Arme“. Wenn ich schnell schreibe, dann fließen Buchstaben auch mal ineinander, aber beim Tippen ist mir das noch nicht so oft passiert. Statt flüssig zu lesen also immer wieder stutzen, wundern und sich gestört fühlen.
Denn an sich fand ich dieses doch sehr kurze Buch recht kurz, wenn man bedenkt, dass auch noch die Beziehung zwischen Marie und Tomkin und auch die zwischen Tomkin und seinem Vater eine Rolle spielen und über die Krise in Kurdistan (da war ich wirklich raus, da war ich wenn überhaupt gerade erst eingeschult worden und es ist so weit weg und hing daher für mich zusammenhanglos in Zeit und Raum) und den illegalen Waffenhandel und das Recht von Kindern auf Liebe und die Probleme von kleinen Familien eingegangen wird. 
Richtig packen konnte mich die Geschichte nicht. Dafür habe ich einfach zu wenig Zeit mir Marie verbringen können. Nach einer langen Pause habe ich mich aufgerafft und kann so sagen, dass man das Buch problemlos an einem Abend durchlesen kann. Es war okay aber eben nicht spannend oder fesselnd und das Bedürfnis die weiteren Teile zu lesen hat sich auch nicht eingestellt. 


Meine Empfehlung:
Wer zwischendurch mal Lust auf ein Buch, dass sich zügig lesen lässt und ein Fan vom Meer und von Hamburg ist, dem wird es sicher gefallen. Wer nach einem spannenden und fesselnden Kriminalfall sucht, der einen komplett gefangen nimmt, der sollte lieber zu etwas anderem greifen.

Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar über Blog dein Buch bekommen. Der Titel „Der Tote und das Mächen“ von Martina Bick ist bei dotbooks erschienen. Vielen Dank für die Möglichkeit eine Rezension über dieses Buch schreiben zu dürfen.

5 liebe & nette Meinungen

  1. Liebe Rebecca,

    bei dem Klappentext dachte ich ja noch, dass (daß *gg*) das Buch auch was für mich sein könnte ... aber nach deiner Schilderung nehme ich doch lieber Abstand davon ...

    Danke für die Rezension!!!

    Allerliebste Grüße
    Helga

    PS: Irgendwann hatte ich irgendwo (ja, die Sache mit der Erinnerun) mal gelesen, dass einige Verlage aus Prinzip alles noch wie vor der Rechtschreibreform schreiben ... ob die das immer noch so machen, weiß ich nicht ... aber ich finde sowas ziemlich ätzend :o(
    Für Leute, die richtig schreiben können, ist es nervig ... und für die anderen fragt man sich, wie die das jemals lernen sollen, wenn jeder schreibt, wie er will???

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    1. Hallo Helga,

      ist es schlimm, wenn ich das nicht verstehe? Aus Prinzip kann man ganze Bücher (Pippi Langstrumpf etc) umschreiben, weil sie politisch nicht korrekt sind aber mal auf Rechtschreibung achten geht nicht. Okay. Versteh ich nicht :D Es nervt wirklich beim Lesen und am Ende ist es ein riesen Chaos dann brauche ich erst gar keine Rechtschreibung und es macht einfach jeder was er will. Kann ja nicht so schwer sein. Außerdem kann man dann werbewirksam einen "Neue Rechtscheibung" Aufkleber drauf machen :D

      Die Story vom Buch ist eigentlich nicht schlecht und der Preis (bei Amazon gerade 1 €) ist total okay. Da es eine Reihe ist lernt man die Protagonisten vielleicht besser kennen, aber so für sich... hmmm... wäre ja auch zu schön, wenn es nur gute und begeisternde Bücher geben würde :D

      Liebe Grüße
      Rebecca

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  2. Nicht das meine Leseliste nicht schon lang genug wäre....das Buch klingt toll, das muss ich dann wohl auch irgendwann lesen ;) Meer und Hamburg....genau das richtige für mich!

    Liebe Grüße, Jessica

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    1. Hallo Jessica,

      dann bin ich sehr neugierig wie es dir gefallen wird :D Viel Spaß beim Lesen.

      Liebe Grüße
      Rebecca

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  3. Die "Tippfehler" fand ich auch störend, nicht aber die alte Rechtschreibung - okay, ich lese aber auch Fraktur und Sütterlin, Ergebnis einer umfassenden Schulbildung und eines hohen Alters. Dass Du mit der Kurdistan-Krise nichts anfangen kannst, weil Du damals allenfalls gerade eingeschult wurdest, ist weniger der Autorin anzulasten als eigener Bequemlichkeit. Die Krise ist bis heute noch aktuell. Und bei "Blogg dein Buch" war doch klar ersichtlich, dass das Buch schon 1995 erschien? Ich habe es jedenfalls dort gelesen, bevor ich mich um den Titel bewarb. Ansonsten: So richtig warm wurde ich mit "Marie Maas" auch nicht, und ob ich weiteren Bücher mit ihr lese, weiß ich noch nicht.

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