Eine Seefahrt, die ist lustig...

Leider war ich für dieses Jahr wohl schon das letzte Mal auf dem Wasser, dabei hat es wieder so viel Spaß gemacht und war viel zu kurz. Nun heißt es den Winter zu Nutzen, ein bisschen Theorie lernen, damit ich noch mehr mitmachen kann und eine Hilfe werde. Zumindest bin ich nicht im Weg, was ja auch schon mal was ist. Früh morgens ging es an den See und nachdem wir ausgeknobelt hatten, wer welches Boot nimmt (immerhin waren wir zu sechst) haben wir uns dann erstmal an die Arbeit gemacht, denn vom Parkplatz zur Hütte und dann zum See gibt es nur eine Treppe über die alles transportiert werden muss und die lag voll mit Laub. Da ich gerne Laubhake macht mir das gar nichts - im Gegenteil. Aber wir waren ja eigentlich zum Segeln da und so gab es schnell noch eine extra Lage warme Klamotten bevor es ans Aufbauen ging.


Zunächst kam dann sogar noch ein bisschen die Sonne raus. Warum da Kaffee steht? Na weil das die Segel für die Kaffefahrten sind, die guten sind für die Regatta und Dyas ist eben der Bootstyp. So. Nun hoffe ich, dass ich nichts falsches erzählt habe. Am liebsten wären wir ja wieder mit dem Holzboot gefahren, denn auf dem fühle ich mich recht sicher, aber ohne Mast wird das nichts. Ja, da gab es einen kleinen Unfall und der Mast ist abgebrochen. In der nächsten Saison dann hoffentlich wieder.


So ein Boot sind wir auch gefahren, nur hat unsers eine rote Nase, was ja eh viel besser zum Fräulein Nikolaus passt. Und weil es so kalt geworden ist und das Wasser mal eben noch 9 °C hat waren auch Schwimmwesten angesagt. Klar ist es sicherer, aber irgendwie hab ich es doch ein paar mal geschafft irgendwo hängen zu bleiben. Noch etwas, das ich üben muss.


Während das Holzboot so tolle Bänke hat, haben wir hier auf der Kante oder eben auf dem Boden gesessen. Das ein nasser Po, da nicht ausbleibt muss ich ja jetzt nicht extra erwähnen, oder?


So schön der ruhige See auch aussieht, so ärgerlich ist es, denn ohne Wind macht Segeln einfach keinen Spaß. Denn eigentlich ist segeln ohne Wind sogar ziemlich öde.


Dann müssen die Segel runter, die Paddel raus und es geht nur noch mit Muskelkraft vorwärts. So schön es auch ist über den See gerudert oder besser gepaddelt zu werden, so viel mehr Spaß macht es doch als Team zu arbeiten.


Das Blau am Himmel wird immer und immer weniger. So ein Mittagsloch soll am Ruhrsee wohl typisch sein, genau wie der Wind, der von überall und nirgendwo kommt. Zwischen den Bergern gibt es Stellen wo der Wind nicht hinkommt aber auch so kann es sein, dass man plötzlich nur noch treibt.


Ganz hinten, sieht man, wie glatt das Wasser ist, da ist gar kein Wind und man erkennt sogar, wie eierig wir gefahren sind. 


Ein Blick nach oben verheißt auch nichts gutes. Die Segel hängen schlaff runter. Wenn dann noch Angler und die Touristenschiffe unterwegs sind - die schaukel einen wirklich richtig durch - dann heißt es abwarten und aufpassen, dass man dem Land nicht zu nah kommt.


Wenn man auf dem Rand sitzt, dann kann man sich gar nicht festhalten. Dafür gibt es so tolle Schlaufen an denen man sich mit den Füßen unterhaken kann. Eigentlich sind die dazu da, die Schräglage vom Boot auszugleichen. Man hält sich dann an den Griffen (auf den Fotos oben sieht man sie) fest und lehnt sich raus. Das hätte ich ja zu gerne getestet. Der nächste Schritt wäre dann eine spezielle Weste, mit der man sich an den Griffen einhaken kann und dann stellt man sich auf die Kante vom Boot und stellt sich raus. Wenn es mal richtig warm ist und eine Landung im See nicht so tragisch ist, dann würde ich das ja doch gerne mal testen. Trapez nennt sich das dann - akrobatisch, oder?


Irgendwann kam dann doch nochmal ein bisschen Wind und so gerne ich den kompletten See einmal rauf und runter gefahren wäre (mit dem Touristenschiff, der sogenannten Straßenbahn, haben wir das mal gemacht), so hab ich dann ja doch eingesehen, dass es nichts wird. So durfte ich dann eben das Boot am Steg festmachen, beim Abbau helfen und es sogar in die Parkbox steuern. Gar nicht so einfach, aber es hat geklappt.


Die andere Dreiergruppe ist nicht ganz so weit wie wir gekommen, war dafür aber schneller wieder am Steg. So oder so hatten wir alle Spaß und darauf kommt es doch am Ende an. Beim Einpacken ergab sich dann noch dieser Blick.


Kamera: Nikon Coolpix AW 100 (danke fürs Leihen, mein Seebär)

5 liebe & nette Meinungen

  1. Guten Morgen liebe Rebecca!
    Da hast wieder einen sehr interessanten Bericht geschrieben. Es hat wieder Spaß gemacht ihn zu lesen . Die Fotos sind klasse. Ich wünsche dir einen schönen Tag mit viel herbstlicher Sonne.

    Liebe Grüße
    Marita

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  2. Liebe Rebecca!
    Bei den Bildern bin ich einfach voller Neid :-)
    Wasser ist das schönste überhaupt, so frei, weit und beruhigend. Für mich ist es wie Therapie, einfach wunderschön. Um die tolle Erfahrung beneide ich dich. Danke fürs teilen!
    Liebe Grüße,
    Lee

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  3. So, Kuchen aus dem Ofen - endlich Zeit, ein bisschen mit dir über den See zu schippern. Das klingt echt spannend - schließlich musste ich beim Schauen der Fotos nicht auf Wind warten und auch nicht paddeln. Das ist eine mir sehr fremde Welt, ich habe meine Kindheit im und nicht auf dem Wasser verbracht. Aber das Segeln würde ich auch gerne mal austesten.
    LG Astrid (die noch überlegt, ob sie es bis zur Rums-Stunde schafft)

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  4. Auch wenn ihr nicht viel Segeln konntet ist es doch toll, daß du einen schönen Tag hattest. Ich würde dich ja zu gerne mal im Trapez hängen sehen ;) ... aber im Wasser musst du nicht gleich landen.
    Schade, daß es so lange bis zum Frühjahr dauert.
    Liebe Grüße
    Gusta

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    1. Hallo Gusta,

      bis zum Frühjahr lasse ich mir das alles noch in Ruhe erklären und dann schauen wir mal. Wenn es wirklich soweit kommt, dann können wir auch mal über Fotos reden ;)

      Liebe Grüße
      Rebecca

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