Heideblüten und Fledermäuse

Die Landfrauen und ihre Gärten bzw. in meinem Fall noch eher ihre Gartenreisen. Auch für dieses Jahr bin ich wieder angemeldet (ganz früh aufstehen, denn es geht ins Ausland!) aber weil es noch so lange dauert (bis Juni) gibt es jetzt mal ein bisschen Gartentraum aus dem letzten Sommer. Für mich ist es ja schon selbstverständlich, dass Männer die Herrschaft über den Garten an sich reißen. Bei uns Zuhause ist das anders, aber auch im Garten, den ich euch heute zeige ist das so. Direkt ums Haus typisch, praktisch Ländlich. Rasen und Bäume, aber im hauseigenen Wald und in der Heide sieht es dann doch gar nicht unbedingt so aus, wie man Westfalen kennt.

Angefangen hat alles noch ganz Typisch. Kaffe und Blechkuchen im Nebengebäude. Und direkt über uns die Fledermäuse, denn damit sollte es losgehen. Unser Gastgeber war Meinhard Sieweke, den ich flüchtig von der Naturschule kenne und der der Fledermausexperte ist. Leider weiß ich gar nicht mehr wie viele verschieden Arten Fledermäuse er beheimatet aber es waren so einige und vor allem sehr viele davon.


Aber nicht nur auf dem Dachboden des Nebengebäudes sondern auch im Wald. Auf hohen Mästen stehen dort die Fledermauskisten. Fledermäuse sind klein und mögen es kuschelig und so gehen so einige rein. Ich wollte euch so viel erzählen, aber im letzten halben Jahr habe ich so viel vergessen. Aber eines ist klar. Fledermäuse sind genial, fangen Mücken und sind reinlich.


Kleinere Kästen lassen sich auch auf dem eigenen Grundstück anbringen. Wo genau wissen wir auch schon und ein Bastelnachmittag mit den Landfrauen ist auch schon angedacht. Fledermausschutz als neuer Trend wäre doch was. Vogelhaus war gestern, heute ist Fledermauskasten. Bei uns auf dem Grundstück muss es welche geben, denn abends sieht man sie über durch den Garten fliegen. Da wäre es doch toll, wenn sie noch mehr Platz bekommen würde.


So viel Platz wie hier natürlich nicht. Herr Sieweke hat einen Tunnel gebaut - ähnlich wie ein Weinkeller - in dem die Fledermäuse ein wunderbares Zuhause finden. Rein sehen konnten wir nicht und Fotos gehen mal gar nicht (die Kameras stellen nämlich mit Ultraschall scharf und das stört die Fledermäuse natürlich).


Nach dem leckeren Kuchen und dem Spaziergang zu den Fledermäusen ging es mit dem dritten Programmpunkt weiter. Heide. Bisher kannte ich Heide immer nur aus der Lüneburgerheide aber auch hier bei uns hat es sie mal gegeben und gibt es immer noch, denn auch Gütersloh hat sandige Böden. Da man hier auf dem Land noch Platz hat kann man sich auch einen eigenen großen Heidegarten anlegen.


Nach ein bisschen Bodenkunde bei herrlichem Sonnenschein ging es endlich in den Garten. Da man als Fotograf ja eh immer langsam ist habe ich mal alle vorgelassen.


Und wie fotografiert man diese Heidefläche nun am besten? So einen richtigen Blickfang gibt es ja nun nicht.


Schuhe gehen ja immer. Wo die schon überall waren und wie sauber sie aussehen. Schade, dass sie doch irgendwie fertig sind. Habt ihr das auch, dass die seitlich kaputt gehen. Das hat man davon, wenn man sich zum Fotografieren ständig hinknien muss.


So sieht es dann ohne Schuhe aus. Auch hübsch, aber lange kann man sich das nicht ansehen, oder?


Dann eben Fliege auf Blüte im Sonnenschein. Aber so richtig. Ich finde es immer schwer zu fotografieren, wenn alles so niedrig und flach ist und die Sonne dann noch so tief steht. Für Landschaften schön, für Nahaufnahmen dann eben so...


Mal bewusst richtig mittig. Glockenblumen sind ja immer wieder schön auch wenn diese hier doch teilweise schon verblüht waren. 


Mein Highlight war die Wespenspinne. Am Montag hatte ich sie euch ja schon gezeigt. Optisch ein Hingucker aber Platz zum Flüchten und Sicherheitsabstand brauche ich dann doch.


Richtig beschaulich und so viel Arbeit. Jede einzelne Pflanze musste aus Norddeutschland importiert und von Hand eingepflanzt werden.


Mit einem Blick auf den Pflanzennachwuchs mussten wir uns dann auch schon wieder verabschieden. Schön war es und macht Lust auf noch mehr Gärten, wie ich finde. Im Sommer nehme ich euch dann wieder mit - wenn ihr mögt.

6 liebe & nette Meinungen

  1. Guten Morgen liebe Rebecca!
    Tolle Bilder hast du gemacht. Sie sind so schön. Ich freue mich darauf wennn du wieder auf deine Gartenreise gehst, dann gibt es wieder sooooo schöne Bilder.

    Liebe Grüße
    Marita

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    1. Hallo Marita,

      dieses Jahr geht es richtig weit weg und ich freu mich schon so drauf :)

      Liebe Grüße
      Rebecca

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  2. Hej Rebecca,
    schön, dass du uns ein bißchen Sommerfreude in diesen fiesen Wintertag zauberst. auf dem Ausflug hätte ich dich gerne begleitet :-) Klasse Fotos! Benutzt du dafür ein Makroobjektiv?
    Lieben Gruß, Sabine

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    1. Hallo Sabine,

      an dem Tag hatte ich nur mein 18-200 von Tamron dabei. Sonst steckt meist noch das 70-300 ebenfalls von Tamron mit drin. Das hat einen optionalen Makrobereich. Ein richtiges Makro wäre ein Traum, aber auch mit großer Brennweite und ruhiger Hand lässt sich da schon einiges erreichen.

      Liebe Grüße
      Rebecca

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  3. Das ist ein außergewöhnlicher Garten. Diese Verstecke für die Fledermäuse gefallen mir am besten. So wie es aussieht ist er auch pflegeleicht. Wäre das Ideale für mich :)
    Liebe Grüße
    Gusta

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    1. Hallo Gusta,

      ob das wirklich so wenig arbeit ist? Ich weiß nicht wie viele tausend Pflanzen da gesetzt wurden und dann muss die Fläche auch offen gehalten werden, da ja sonst alles zuwuchtert. Heide ist ja eine Kulturlandschaft. Ohne Fraß wäre da bald Wald...

      Liebe Grüße
      Rebecca

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