„Sahneschnittchen – Schicke Schnitte zum Selbernähen für die Größen 46–56“ von Silke Türck {Rezension}

Je mehr man hat, umso mehr kann man zeigen – vor allem, wenn es um modische Statements geht! Schluss also mit Wallekleidern und formlosen T-Shirts für Übergrößen, denn hübsche, tragbare und stilvolle Kleidung hört nicht bei Größe 44 auf. Das Schnittmusterlabel schnittchen® liefert mit diesem Nähbuch eine modische Schnittmusterlinie für die Größen 46–56 getreu dem bewährten schnittchen®-Konzept: einfache und schicke Schnittmuster, die zeitlos und gut kombinierbar sind und viel Spielraum für eigene Kreativität lassen. Mit anschaulichen Fotoanleitungen geht das Nähen ganz leicht, und im Handumdrehen entstehen aus acht Grundschnitten über 20 verschiedene Kleidungsstücke für die eigene Garderobe. Die nötigen Grundlagen zum Arbeiten mit der Nähmaschine werden ebenso ausführlich erklärt wie das individuelle Anpassen der Schnittmuster. Entdecken Sie gemeinsam mit schnittchen® und fünf bekannten Plus-Size-Bloggerinnen, wie leicht sich Ihre neuen Lieblingskleider selbst anfertigen lassen – und Sie zeigen können, was Sie haben! (Klappentext)



Zum Inhalt:

Sehr nett geht es gleich mit einer Einführung los. Wie und warum kam es überhaupt zum Buch. Im Geschäft gibt es ab Größe 42 oder spätestens 46 nichts richtig schickes mehr sondern nur noch weite Gewänder. Kein Problem denn „Sahneschnittchen“ verspricht genau an dieser Stelle Abhilfe zu schaffen. Denn die Schnitte des Labels „Schnittchen“ gibt es ebenfalls nur bis Größe 46. Und was kommt danach? Warum verhüllen wenn man es auch zeigen kann. So liefert dieses Buch nun eben Schnitte für die Größen 46 bis 56 und die kleinen Größen bleiben außen vor.

Nach dem Vorwort geht es wie bei den meisten Nähbüchern weiter: Was für Zutaten werden überhaupt genötigt? Worauf muss ich bei der Stoffauswahl achten? Wie gehe ich mit einem Schnittmuster um? Was hat es mit dem Lageplan auf sich? Wie werden Markierungen übertragen? Worauf muss beim Nähen geachtet werden? 

Ist die Theorie klar, dann geht es ans ausmessen und zwar so richtig. Nicht nur Brust, Taille und Hüfte sondern auch Brusttiefe, Rückenlänge, Oberarmweite, Schulterbreite usw. werden gefragt. Mit den Maßen der Schnitte wird danach verglichen um sich alle Schnitte anpassen zu können. Klingt kompliziert? Wie genau es geht wird jedenfalls mit vielen Fotos verklärt. Verlängern und kürzen, breiter und schmaler machen, Abnäher verschieben, Hüfte und Schulter anpassen. Aber auch auf das Anpassen des Hosenschnittes wird eingegangen.

Für den ersten Überblick gibt es danach Schemazeichnungen aller Schnittmuster (1 Tunika, 2 Blusen, 1 Hose, 1 Kleid, 1 Strickjacke, 1 Rock und 1 Mantel) mit Variationen. Bei Hose, Jacke und Rock gibt es nur zwei, sonst immer drei Variationen.

Präsentiert werden die Modelle im Buch übrigens nicht von professionellen Models sondern von Bloggerinnen, die eben keine klassischen Modelmaße haben. Dazu gibt es noch Interviews und Fotostrecken der fünf Modebloggerinnen.


Meine Meinung:

Dies ist nun schon das zweite Buch mit Kleidungsschnittmustern über das ich eine Rezension schreiben darf. Optisch bin ich wieder äußerst positiv überrascht. Sahneschnittchen ist ein Buch in dem man einfach gerne blättert und stöbert. Die Fotos lassen (bis auf sehr wenige Ausnahmen) sofort dieses „das will ich auch tragen“-Gefühl aufkommen. Klar kann einem nie alles gefallen – Geschmäcker sind so verschieden und im Idealfall soll jeder etwas findet. Die Größentabelle hatte ich bereits online gefunden bevor ich mich beworben habe und ja, wenn es wirklich passt (leider fehlte mir die Zeit die Schnitte ausführlich zu testen, das wird aber bestimmt noch nachgeholt), dann passe ich wirklich in die kleinste Größe. Ist auch mal nett sagen zu können, dass man am unteren Ende der Skala ist und eher Gefahr läuft, dass man gerade die Oberteile noch enger machen muss – wirklich ein gutes Gefühl. Generell sehen alle Bloggerinnen im Buch einfach umwerfend aus und beweisen, dass man auch jenseits von Größe 36 noch richtig gut aussehen und etwas her machen kann und das es eben auch figurbetont sein darf. 

Die Modelle selbst empfinde ich eher als klassisch. Eine Tunika mit verschiedenen Ärmalvarianten. Eine Hose mit oder ohne Aufschlag. Zwei Blusenschnitte mit verschiedenen Ärmel- und Kragenlösungen. Eine lässige Strickjacke. Für mich fällt da lediglich der Mantel raus, der gar nicht in dieses Schema „klassisch, clean“ passen will. 

Auf das Nähen freue ich mich schon sehr. Eine Schluppenbluse wollte ich schon seit Jahren nähen und habe nie eine gefunden. Nun habe ich das Schnittmuster, das mich ans Ziel meiner Träume führen wird. Dazu vielleicht noch eine Tunika. Dazu vielleicht noch ein tolles Kleid. Ein Modell sieht aus wie die Kleider, die die Sängerin Adele tragen würde. Ich bin schon jetzt riesig gespannt wann ich die Zeit finden werde um mich an die Sahneschnittchen zu wagen.


Meine Empfehlung:

Wer Kleidung in den entsprechenden Größen trägt, gerne selbst näht und sich eine hübsche Garderobe aufbauen will, der wird sich bestimmt nicht ärgern, wenn er sich das Buch einmal näher anschaut. Mit den Schnitten und Variationen lässt sich ganz sicher viel Abwechslung in den Schrank zaubern.


Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar über Blog dein Buch bekommen. Der Titel „Sahneschnittchen – Schicke Schnitte zum Selbernähen für die Größen 46–56“ von Silke Türck ist bei Edition Michael Fischer erschienen. Vielen Dank für die Möglichkeit eine Rezension über dieses Buch schreiben zu dürfen.

Keine liebe & nette Meinung

Kommentar veröffentlichen

Vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast mir einen Kommentar zu schreiben. Ich freue mich sehr.Solltest du eine Frage haben, so lass mir doch bitte eine Mailadresse da, damit ich dir auch antworten kann.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...