Wochenrückblick #70

Wahnsinn. Da ist der Januar schon wieder um. Der erste von zwölf Monaten vom neuen Jahr. Kann das sein? Es war doch gerade erste Weihnachten. Sollte ich mir schon wieder Gedanken machen womit ich dieses Jahr Freude bereiten kann? Nein. Ganz so schlimm ist es noch nicht, aber dieses Jahr wäre ich doch gerne Nikolaus mit Einpacken fertig - das finde ich so viel entspannter und ich komme auch viel früher in Weihnachtsstimmung. Bevor ich aber ganz vom Weg abkomme möchte ich doch lieber die schönen Momente der letzten Woche Revue passieren lassen. 


1) Nachdem meine letzte Woche dank fehlender Möglichkeit den Rückblick am Freitag zu schreiben schon am Mittwoch vorbei war darf mein Rückblick auch am Donnerstag anfangen, oder? Da habe ich mich nämlich auf die Reise nach Aachen begeben und unterwegs noch einen kleinen Abstecher gemacht. Als ich am Mittwoch einem lieben Freund von meiner Route berichtete war er doch sehr geschockt und wollte wissen warum ich nicht das Auto nehme. Da kann ich während der Fahrt nicht lesen. Ist doch klar. Und Zeit dazu hatte ich genug. Mit dem Bus in die Stadt, mit dem Zug ins Ruhrgebiet, mit dem Bus zu Viktoria und zurück zum Bahnhof, von dort mit dem Zug weiter nach Aachen. Wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat, dann ist Bahnfahren recht okay - auch wenn ich Verspätungen immer noch nicht mag und froh bin, dass ich als Studentin mit dem Uniticket fahren darf. Das Buch war super spannend und ohne die Bahnfahrt wäre ich wohl noch immer nicht dazu gekommen und hätte zudem auch noch mein Auto kratzen müssen - von innen und außen!



2) Beim Seebären war es wieder so schön. Gleich drei mal haben wir am Wochenende zusammen gekocht. Erst Lieblingsessen (Nudeln mit Ei und Ketchup), dann Maissuppe (ich sag mal lieber nicht dazu, dass man heiße Suppe nicht in den Mixer packen sollte, auch wenn man die Hand drauf hat) und dann noch Linsencurry mit Mangold (super lecker!). Nebenbei haben wir uns noch im Trockenbau geübt und waren in meinem liebsten Handarbeitsladen in Aachen. Sehr genial: Oben Baumarkt, unten Handarbeits- bzw. Bastelgeschäft, daneben Motorradladen, Reitshop, Kinderladen... Dort gibt es wirklich für jeden was.



3) Am Samstag waren der Seebär und ich in Wuppertal. Auf dem Weg dorthin ist er extra so gefahren, dass ich den Tagebau auch mal sehen konnte. Wirklich riesig, aber leider war es so nebelig. In Wuppertal haben wir dann im Fotoladen erst eine Runde fachgesimpelt und die Vor- und Nachteile von Nikon und Canon diskutiert. Was soll ich sagen? Zusammen könnten die so gut sein, aber ich bleib meiner treu - auch wenn sie Konkurrenz bekommen hat. Den Tag haben wir dann mit Mario in seiner neuen Wohnung verbraucht. Wir mussten ihn doch einfach mal besuchen wo nun alles eingerichtet ist. Gemeinsam einkaufen (so einen dämlichen Laden mit so unfreundlichen Kassierassistenten habe ich lange nicht erlebt) und dann richtig lecker kochen, quatschen und dazu noch ein Gesellschaftsspiel. So lässt es sich aushalten. Unsere Mitbringsel kamen glaube ich auch ganz gut an - die zeige ich bestimmt auch noch.



4) Auf dem Rückweg haben wir noch einen Freund vom Seebären und seine neue Freundin besucht. Erst war ja noch alles gut, aber danach ging es mit Haarnadelkurven quer durch Wald und Feld - aber wir sind heile angekommen. Die Geschichte der beiden ist so süß und ich war doch ein bisschen stolz, dass ich mich getraut habe zu fragen. Warum das so ein großer Schritt war? Sie spricht kein deutsch und ich und englisch sprechen ist so eine Sache. Der Seebär meint, dass mein Wortschatz größer wäre als seiner. Das kann gut sein. Filme, Serien, Bücher, Nähanleitungen alles kein Problem. Vielleicht nicht jedes einzelne Wort, aber ich verstehe worum es geht, was ich tun soll und ehrlich, so viele Vokabeln fehlen mir nicht mal. Aber sprechen! Schon in der Schule habe ich das gehasst und mich nie gemeldet, da musste ich schon einfach so angesprochen werden. Auch an dem Abend habe ich den dreien erstmal nur zugehört, der Seebär guckte zwar wie "sag doch was" hat aber nichts dazu gesagt. Dann waren die beiden Herren aber mal eben den A0 Plotter und die Bügelpresse inspizieren und ich war mit der Herzdame alleine. Da musste ich einfach fragen, schweigend nebeneinander sitzen ist noch blöder als sich blamieren. Und ehrlich: Es tat gar nicht weh und perfekt spricht wohl keiner von uns. Aber mein polnisch und russisch ist genau so wie ihr deutsch - nämlich nicht vorhanden. Ein bisschen stolz war ich ja doch, dass ich mich überwunden habe.

5) Nach einigem hin und her und Diskussionen mit dem Seebären und Mario habe ich mir eine neue Kamera gekauft. Keine neue Spiegelreflex - um Gotteswillen - und auch keine neue Kompaktkamera, nein. Eine Kamera, die eigentlich nur ein Objektiv ist und mit dem Handy gekoppelt wird. So kann man Display und Kamera unabhängig voneinander bewegen. Ich bin total begeistert von meinem neuen Spielzeug und freue mich schon drauf sie am Wochenende mit den beiden Leidtragenden (kennt ihr das, wenn euch etwas so beschäftigt, dass ich kein anderes Thema mehr habt?) auszutesten. Vielleicht kommt ja auch mein Fingerhut, dann kann ich Maki, die nicht ganz unschuldig ist, nacheifern und auch so einen tollen Beutel knooken.


Verlinkt: H54F

3 liebe & nette Meinungen

  1. was für eine woche mit so fantastischen menschen. einfach nur klasse! Ich kenne das, wenn man etwas neues hat und es dann ununterbrochen benutzt *g* übrigens könnten wir bald zusammen so auf fototour gehen... hab mir auch das objektiv geleistet *zwinker*.... ein kleines geschenkchen an mich... dürfte nächste woche kommen *freu*
    liebe grüße
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    1. Hallo Gusta,

      das ist ja klasse. Bestimmt super für die Under-Foot-Fotos :)

      Liebe Grüße
      Rebecca

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  2. Wirklich eine tolle Woche hattest du. Mit lieben Menschen zusammen zu sein ist doch immer schön.
    Ja, das mit "sich überwinden" etwas zu tun kenne ich nur zu gut ( sas Englisch sprechen )- aber hinterher!! Das ist so ein tolles Glücksgefühl mit Stolz und Freude. Einfach super!
    Liebe Grüße, Sabine

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Vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast mir einen Kommentar zu schreiben. Ich freue mich sehr.

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