Knöpfchenloop mit Mütze und Muff {Probenähen}

Kann ich schon wieder einen Post mit "Vor ziemlich genau zwei Wochen" beginnen? Nein. Wenn man mal genau nachrechnet, dann sind es nämlich schon fast drei Wochen. So lange ist es her, da hatte ich euch meine neue Mütze samt passendem Tuch gezeigt. Aber auch von meinem anderen Sweatshirt waren noch Rest übrig. Bevor meine Mama also nicht nur meine Jacke und meine Schuhe sondern auch noch Schal und Mütze lieb gewinnt und ihnen ohne mich die Welt zeigt habe ich ihr doch lieber etwas eigenes genäht. Damit steht aber auch fest: Töchter klauen ihren Müttern gar nicht die Klamotten aus dem Schrank - das läuft genau anders herum.



Die Mütze ist wie beim letzten Mal auch schon das Freebook "Klaberry" von Alles für Selbermacher und erneut genau so angepasst wie ich es schon im Post zu meiner Mütze beschrieben hatte. Die eigentliche Mütze ist aus Sweat. Passendes Bündchen hatte ich nicht mehr da, aber Jersey von einem Cardigan, den ich mir genäht hatte tut es ebenso. Auch hier habe ich das "Stirnband" einmal  aufgesetzt um zu sehen ob sie passt.


Das Absteppen der beiden Kreise hat auch hier wieder dazu geführt, dass es sich viel besser legt und dank der Übung von meiner Mütze ist es auch noch einmal etwas gleichmäßiger geworden. Sweat ist da ja doch noch etwas ungewohnter als Webware. Damit es nicht nur schwarz ist, man direkt sieht wo vorne ist und weil meine Mama Rosen so gerne mag gab es auch noch einen kleinen Rosenknopf aus Omas Knopfdose dazu.


Nachdem der Kopf nun also schön warm wäre fehlte noch ein Schal. Ein Loop passt aber so gar nicht zu meiner Mama. Außerdem geraten die Haare immer so durcheinander, wenn man ihn über den Kopf zieht. Wie gut, dass es da den Knöpfchenloop gibt. Ich glaube das war damals mein erstes Probenähen für Fräulein An. Nicht mein erstes überhaupt - aber das erste für sie. Was war ich damals aufgeregt und wie gut erinnere ich mich noch, dass der Hals die neue Problemzone war (die erste Version des Loops war einfach viel zu lang und somit viel zu locker). Seit dem habe ich den Schnitt aber kein weiters mal genäht und das sollte sich nun ändern.


Einen Moment hat es gedauert bis die Kombination stand. Zunächst hatte ich sogar aus goldenem Schrägband selbst eine Paspel genäht, aber das sah irgendwie billig aus. So habe ich mich dann für braune Reflektorpaspel entschieden. Die gab es mal bei einer Bestellung dazu und seit dem hat sie auf ihren Einsatz gewartet. Dazu noch drei Knöpfe aus Omas Knopfdose, ein wenig Kordel und noch mehr Stoffreste.


Für die Innenseite habe ich einfach die kuschelige Seite von einem dunkelgrauen Sweat genommen (irgendwann zeige ich euch meine Nelly von Pattydoo bestimmt noch). Die Innenseite sieht ohne Kunstlicht tatsächlich fast schwarz aus und ist viel wärmer und kuscheliger als die eigentlich rechte Seite des Sweat. So hat meine Mama nun auch einen richtig schön warmen Hals mit einer buten Mischung Knöpfe. Ganz oben ein Eichhörnchen, darunter eine Jagdszene und dazu noch eine Art Wappen. Drei gleiche waren einfach nicht zu finden und so fand ich es einfach spannender.


Das Highlight ist natürlich die Paspel die aus einem geknöpften Schal etwas besonderes macht. Fotografieren lässt sich das natürlich nicht so toll, aber schon das Licht der Handytaschenlampe reicht, damit sie schön aufleuchtet.

Eigentlich dachte ich ja, dass ich an dieser Stelle fertig wäre, aber meine Mama meinte doch glatt, dass ein Muff sicher richtig kuschelig wäre. Wenn ich nur wüsste wann ich das letzte mal einen Muff gesehen habe. Aber schwer kann das ja nicht sein. Und ein ganz paar Reste waren auch noch da. Also los!


Zugeschnitten habe ich mit Hilfe einer Zeitung, die lag da herum und ich konnte schon einmal probieren wie groß so ein Muff denn wohl werden müsste. Am Ende habe ich 28 cm breit und 38 cm hoch zugeschnitten. Genau wie beim Schal außen schwarzer Sweat und innen dunkelgrauer Sweat. Dazu noch eine Kordel, die ich einfach einmal großzügig umgehängt habe. Einen Knoten (wie auf dem Foto kann man ja immer noch rein machen). Und was dann? Eigentlich mega einfach, wenn man erstmal den Knopf ausschaltet und näht statt zu überlegen. 

Den schwarzen Sweat habe ich gefaltet, so dass er 28 x 19 cm groß war. So hatte ich die Mitte ermittelt und konnte hier die Kordel feststecken. Die Enden zeigen nach außen, der Rest liegt auf dem Stoff (also auf der rechten Stoffseite). Darauf habe ich dann den zweiten Stoff gelegt. Die Seiten, die man später sehen soll liegen dabei aufeinander.
Jetzt geht es an die Nähmaschine bzw. bei mir an die Ovi (die liebe ich ja heiß und innig!). Die beiden Seiten mit der Kordel werden geschlossen. Es werden also die beiden Stoffe an den 38 cm langen Seiten aufeinander genäht.
Danach in den entstanden Ring greifen und diesen ineinander ziehen. Noch immer sind die Seiten, die man später sehen soll innen, aber es liegt nun Innenstoff auf Innenstoff und Außenstoff auf Außenstoff. Einfach einmal in der Runde nähen aber eine Wendeöffnung lassen - am besten innen und nicht außen.
Nur noch Wenden und die Öffnung schließen.

Wer schon einen Loop genäht hat, dem wird das bekannt vorkommen. Genau so geht es aber auch. Ich dachte, dass ich etwas anders machen muss und habe überlegt und gegrübelt aber es geht wirklich genau so. Nur das hier die Seitenverhältnisse anders sind. Hält man die Öffnungen nach oben und unten so wird die Verwandschaft noch deutlicher. Warum sind so einfache Sachen nur immer so schwer? Richtig lustig fand ich es, als zwei Tage nach dem ich meinen Muff genäht hatte das Video zur Mufftasche von Farbemix raus kam. Muff könnte Trend werden...


Material: Rest aus dem heimischen Stoffschrank (Sweat ursprünglich von Lisas Stoffe aus Rheda) und Knöpfe aus Omas Knopfdose
Schnittmuster: Mütze "KlaBerry" von Klara Klawitta gratis über Alles für Selbermacher (Anpassungen wie im ersten Post zur Mütze beschrieben), Knöpfchen-Loop "Autumn" von Fräulein An, Muff nach eigenem Schnittmuster (Maße und kurze Anleitung oben im Text)


Das eBook "Knöpfchen-Loop Autumn" wurde mir zwei Jahren kostenlos zur Verfügung gestellt, damit ich es auf Herz und Nieren testen kann. Auf die Umsetzung, die Fotos und meine Meinung wurde damals wie heute kein Einfluss genommen.

6 liebe & nette Meinungen

  1. He Du! Das ist eine sehr edle Kombi!

    Das Mützenschnittmuster muss ich mir gleich mal ansehen.
    Liebe Grüße
    Anja

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    1. Hallo Anja,

      vielen Dank für deinen netten Kommentar. Das Schnittmuster ist eigentlich für Kinder, aber im Post zu meiner Mütze hatte ich beschrieben was ich geändert habe, damit er mir auch passt.

      Liebe Grüße
      Rebecca

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  2. Echt schick, sieht sehr edel aus.
    alles Liebe Claudia

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    1. Hallo Claudia,

      vielen Dank. Wenn man den Pulli sieht für den ich die Stoffe gekauft habe, dann ist es noch faszinierender wie verschieden es wirkt.

      Liebe Grüße
      Rebecca

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  3. so ein muff ist ja luxus :). Ich finde die ganze kombi unheimlich schick und edel. Gerade die vielen schönen knöpfe kommen auf dem material gut raus. jaaa... so eine mütze würde ich mir auch machen.... sweat und jersey ist noch da *g*... genau mein geschmack.
    jetzt muss deine mama nicht mehr an deinen schrank :)
    liebe grüße
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    1. Hallo Gusta,

      dann los. Das Anpassen vom Schnittmuster ist wirklich ganz schnell erledigt. Den Kreis habe ich doppelt zugeschnitten und aus einem dann den Ausschnitt für den Kopf raus. Bündchen zu, zwei Runden an der Ovi, absteppen und fertig. Das ist ganz entspannt in unter einer Stunde gemacht und ist richtig schön warm.

      Liebe Grüße
      Rebecca

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