Topflappen für alle Lebenslagen {Knookingvideokurs}

Die Geschichte zu diesem Post (dem ersten von vier oder vielleicht auch fünf oder sechs) beginnt im Sommer 2013. Keine Panik. Ich hole jetzt nicht so weit aus, denn ich glaube ich habe schon mal erzählt, dass ich wenige Monate vorher angefangen habe zu nähen und eine Grundschulfreundin an diesem unglaublich heißen Tag zu besuch war. Wir saßen auf der Terrasse im Schatten haben gequatscht und irgendwann (wie kam das damals eigentlich?) wühlten wir im Nähschrank meiner Oma nach ihren alten Häkelnadeln und holten die Bananenkiste mit der Wolle aus dem Keller. Luftmaschen hatte mir meine Oma noch beigebracht aber zu mehr hat es nicht mehr gereicht. So habe ich mich sehr gefreut, dass besagte Freundin in der Schule noch richtigen Handarbeitsunterricht hatte. Während ich brav meine Maschen übte machte sie sich an einen Topflappen. Im Winter habe ich mir dann dank Anja Brinkmann (Maki) angefangen zu knooken. Mit Zeitschriften, YouTube und später auch zwei Büchern. Aber es gab immer wieder Punkte an denen ich nicht so recht weiter kam. Knooking ist nun nicht so bekannt und auch wenn ich theoretisch jede Strickschrift umsetzen kann, so funktioniert es eben doch ein wenig anders. Der Knackpunkt war eine Mütze mit Patentmuster die ich seit über einem Jahr immer wieder aufgeribbelt und neu begonnen habe. Als ich dann das Angebot von Makerist bekam einen Kurs testen zu können habe ich erst eine Weile hin und her überlegt und mich dann wegen der Mütze für den Knookingkurs entschieden. Ob es Sinn gemacht hat einen Kurs anzusehen und nachzuarbeiten, der sich mit einer Technik beschäftigt, die man bereits seit drei Jahren mit vorliebe nutzt? Darum soll es in den nächsten zwei Wochen gehen.



Ja, das ist keine Mütze, aber wir wollen ja chronologisch vorgehen und darum fangen wir mit Topflappen an. Die zwei passen nämlich nicht nur gut zusammen, zumindest der eine ist echte Teamarbeit und ich kann glatt noch was erzählen. Ja, das könnte vielleicht doch länger werden, aber das kennt ihr ja schon. Lydia (ja, genau die mit dem Stoffbeutel) hatte unter den Nadeln meiner Oma eine Nadel zum Tunesischhäkeln entdeckt (mag ich ja auch noch lernen).


So fing sie an und nach und nach entstand dann der Topflappen dem ich einen Rand verpassen durfte. Gemeinsam haben wir dann noch aus einem Frotteehandtuch und einem Halstuch eine Rückseite genäht, damit es auch ganz sicher nicht warm wird an den Fingern.


Besonders praktisch, wenn auch fummelig beim Nähen ist die Öffnung, aber die ist richtig praktisch für den Deckel. So kann beim Abgießen nichts passieren. Nun kann der Topf ja aber nicht einfach so auf den Tisch. Und genau da kommt der Kurs von Makerist ins Spiel.


Ich war mir eigentlich Sicher, dass ich das mit dem Anschlagen, den rechten und linken Maschen sowie den Zu- und Abnahmen raus hätte. Aber weit gefehlt. In Reihen und Runden geht das anders? Und auch das Rätsel mit den Umschlägen wurde recht bald gelöst. Warum habe ich das nur nicht hinbekommen? Eigentlich gar nicht schwer, wenn man es erklärt bekommt. Und das klappte für mich bei dem Videokurs wirklich richtig gut. Es macht eben doch einen Unterschied ob sich jemand hinsetzt, die Kamera daneben steht und etwas vorgemacht wird oder ob ein Kameramann (oder auch eine Kamerafrau) dabei ist, die auch mal Detailaufnahmen macht und die Kamera so halten kann, dass nicht im entscheidenden Moment die Finger davor sind. Ein paar Eindrücke werde ich euch zum Ende meiner Reihe mit den entstandenen Werken zeigen - versprochen.


Nach dem ich das Video zum ersten Projekt (eigentlich ein Schal) gesehen hatte habe ich meinen Vorsatz über Bord geworfen mir die Videos anzusehen und mich dann an meine Mütze zu machen. So habe ich mitten in der Nacht (ja, mich hatte es wirklich gepackt) das Textilgarn hervorgeholt, mir die größte Knookingnadel (ich muss mir noch angewöhnen, dass das Teil einfach nur Knook heißt) meiner Sammlung geschnappt und habe los gelegt. So konnte ich auch gleich nochmal vertiefen, dass die Maschen in Runden und Reihen unterschiedlich aufgenommen werden. Entweder ist es in all den YouTube-Videos vorher nie erklärt worden oder ich habe nur nicht aufgepasst. Dank des dicken Garnes ging es wirklich schnell voran und so ist noch in der selben Nacht der Untersetzter fertig geworden. Ja, aus dem Schal habe ich einen Untersetzer gemacht. Einfach nur ein paar wenige Reihen nach der Anleitung und fertig. So passt ein Topf, eine Auflaufform oder auch das Backblech drauf. Wirklich praktisch. Wie es mit dem Kurs und der Mütze weiter geht, dass verrate ich euch dann am Donnerstag.


Anleitung: Topflappen nach eigener Idee, Topfuntersetzer nach der Anleitung für den einfachen Schal aus dem Kurs "Knooking: Stricken und Häkeln in Einem" von Makerist

Material: Wolle aus Omas Wollkiste, Handtuch und Topflappen waren auch schon da, Zpaghetti von buttinette

Verlinkt: HoTDD, Upycling

* Den Kurs "Knooking: Stricken und Häkeln in Einem" mit Sylvie Rasch durfte ich kostenlos testen. Meine Meinung wird davon jedoch nicht beeinflusst.
Trotz allem handelt es sich bei diesem Post um Werbung *

2 liebe & nette Meinungen

  1. hey - was für ein cooler topflappen. so einen hab ich noch nicht gesehen. ist aber bestimmt richtig praktisch. mir gefällt vor allem die farbwahl und der geknookte untersetzer. ein tolles geniales set.
    danke fürs teilen <3
    liebe grüße
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    1. Hallo Gusta,

      so lange Topflappen habe ich schon ein paar mal gesehen aber ob die ein Loch hatten weiß ich nicht. Lydia hat einfach mal angefangen und wir haben geguckt wie weit die Wollreste von meiner Oma noch gereicht haben.

      Liebe Grüße
      Rebecca

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