Willkommen in der Familie II {Nähen fürs Baby}

In der letzten Woche gab es ja schon den ersten Teil von dem zu sehen, was die "kleine Frau D." zur Geburt und zu Weihnachten bekommen hat zu sehen. Heute soll es dann den zweiten Teil geben, der ungeplant doch mehr geworden ist, denn auch für ein etwas älteres Mädchen ist noch ein Outfit entstanden. Ich hatte Stoffe ausgesucht und einer Freundin ein Foto geschickt. Am Ende habe ich für ihre Tochter auch noch genäht, denn der Stoff gefiel ihr einfach zu gut. Bis auf ein paar Details (ich sag nur Schleifen) hätte es auch ein Outfit für einen Jungen werden können und auch zusammen sehen die beiden Outfits total süß aus.



Bitte wundert euch nicht über die kleinen Herzen überall. Für die Fotos habe ich die Tageslichtlampe im Nähzimmer sowie die weißen Vorhänge vor den Schränken ausgenutzt. Damit ich alles schön kombinieren konnte habe ich es einfach am Vorhang festgesteckt. Wollen wir mit dem geplanten Outfit anpassen bevor wir zum ungeplanten kommen?


Für die erste Jeans ist es nie zu früh. Ich liebe Jeans einfach. Diese hier habe ich besonders geliebt. Aber sie war einfach fertig mit der Welt. Wie gut, dass die untere Beinhälfte noch in einem so guten Zustand war, dass ich diese kleine neue Hose raus machen konnte. Durch das lange Tragen ist der Stoff schon richtig schön weich geworden.


Während die kleinen Kordtaschen auf der Vorderseite theoretisch benutzt werden können sind die hinten nur Fake. Bei Größe 56 denke ich absolut legitim. Statt einer Wendeöffnung habe ich die Taschenteile rund herum rechts auf rechts zusammen genäht und in den Stoff, der später unten (also nicht zu sehen) ist ein Loch geschnitten und durch dieses gewendet. Dank Stylefix-Patches bleiben die Schnittkanten wo sie hingehören und auch die Tasche verrutscht beim Annähen nicht.


Da ich davon ausgehe, dass sie eher dreckig werden als Hosen gab es gleich zwei Shirts dazu. Einmal ein niedliches Shirt mit amerikanischem Ausschnitt bei dem nicht nur der hübsche Waldtierestoff (um den sich dann alles andere Ergeben hat) sondern auch Punkte (die liebe ich ja) zum Einsatz kommen. Eigentlich mag ich verschiedene Grüntöne zusammen nicht, aber da die Bäume hier auch verschiedene Farben haben finde ich es so wirklich niedlich.


Damit es nicht zu dick wird habe ich den Streifen am Ausschnitt nur umgeschlagen, nicht untergeschlagen. So ist die Kante zwar offen, aber sie ist weich und franst nicht aus. Damit es beim Weitergeben und Überblickbehalten leichter ist, habe ich kleine Etiketten mit der Größe eingebügelt.


Als zweites gab es ein Shirt in Wickeloptik (ich denke, dass inzwischen fast jeder den Trotzkopf kennt). Was mir aber nicht klar war ist, dass der Schnitt für Sweat konzipiert ist. Ich glaube mir fällt spontan kein Beispiel aus Sweat ein, sondern nur aus Jersey. So ist es wohl auch kein Wunder, dass dieses Shirt so viel Größer ausfällt. Macht aber nichts, denn so kann der schöne Stoff noch eine Größe länger getragen werden und einfach mit einer anderen Hose kombiniert werden.


Damit es nicht "nur" Shirt und Hose gibt und alles schön warm ist (immerhin habe ich für ein Dezemberbaby genäht) gab es noch kleine Mützen und Tücher dazu.


Damit man auch sieht, dass es für ein Mädchen ist und weil ich doch nicht ganz ohne Kitsch kann gab es an die kleinen Knotenmützen niedliche Schleifen. Im Nachhinein hätten sie fast noch ein wenig kleiner sein können, aber auch so sind sie zu süß.


Um auch die letzten Stoffreste (der blaue Stoff ist von einem meiner Shirts) aufzubrauchen gab es noch passende Halstücher. Einmal in blau und einmal in grün. So können die Shirts immer wieder anders aussehen.


Wie anders, das habe ich mal am Vorhang ausprobiert und hier ein paar Outfits gesteckt. Das hat wirklich richtig Spaß gemacht auch wenn es doch umständlich ist die Kamera, das zusätzliche Licht und das Stativ nach unten zu tragen und nach ein paar Minuten wieder rauf. Hier lag es aber auch am zweiten Outfit (dazu gleich), dass einfach zu groß für meine Fotobox war.


Hier erstmal die Kombi aus Jeans, Wickelshirt und dazu grüner Mütze und grünem Tuch. Daneben die zweite Mütze und das zweite Shirt - nur das Tuch hab ich wohl vergessen. Ich finde es ja gerade in der Kombi so knuffig und auch die Tragefotos waren zu süß (ihr glaubt gar nicht wie sehr ich mich darüber gefreut habe!).


Aber auch mit dem anderen Shirts kommt die kleine Hose so richtig gut zur Geltung. Wenn man sich jetzt noch die Schleife weg denkt, dann würde es sicher auch einem kleinen Jungen richtig gut stehen. Im Nebensatz war im Sommer mal gefallen, dass es wohl ein Mädchen wird, aber richtig sicher war sich keiner vor uns, so sind die Schleifen erst dran gekommen als der Rest fertig war und wir uns bei der künftigen Oma nochmal rückversichert hatten. 


Dann kommen wir mal zum ungeplanten zweiten Outfit. Das für das kleine Pünktchen - die Tochter von Viktoria von Pünktchen und Viktoria. Nachdem Viktoria so begeistert von meiner Stoffauswahl war musste ich einfach auch für das Pünktchen nähen. Hier reichte Größe 56 nicht mehr und so habe ich den Trotzkopf in Größe 80 zum Kleid verlängert. Dazu sollte es aber (immer hin ein Weihnachtsgeschenk) eine Leggins geben.


Diese habe ich aus dem grünen Punktejersey genäht. Wirklich richtig einfach auch wenn ich zwischendurch fast verzweifelt wäre. Muss das wirklich so hoch am Bauch? Ist das schon so, dass da ein Gummi rein soll oder müsste ich dafür was zu geben oder alternativ ein Bündchen dran machen. Am Ende habe ich einfach gemacht um im Notfall hätte die Pünktchenmama zur Schere greifen, abschneiden und neu annähen müssen - immerhin hat sie einen tollen "Ovi-Wan Kenobi", der das im Notfall ganz schnell erledigt hätte.


Oben gab es also ein Bündchen, dass in der Tat fast bis unter die Achseln ging und so alles super warm gehalten hat. Unten habe ich einfach nur umgenäht. Dazu dann also wie schon mehrfach erwähnt den Trotzkopf als Kleid bzw. Tunika.


Damit aus dem (vermutlich knie langen Kleid) über den Winter eine Tunika werden konnte gab es Bündchen an den Armen - passend zum Halsausschnitt. So sind die Ärmel ein wenig länger und hoffentlich schön gemütlich.


Dazu auch hier ein Größeneinbügler. Irgendwie mag ich die Dinger. Das Bündchen am Hals habe ich, wie bei den Babyshirts auch, mit der Zwillingsnadel abgesteppt. So bleibt alles schön da, wo es hingehört und klappt nicht um.


Beide Outfits finde ich einfach nur super niedlich und hätte mir fast auch ein Shirts aus dem Stoff genäht. Aber wenn wir mal ehrlich sind, dann wäre es mir viel zu bunt gewesen und ich hätte es nie getragen. So habe ich mich sehr gefreut, dass ich zwei kleine Mädchen und ihre Eltern beschenken durfte.


Schnittmuster: Langarmoberteil mit Kreuzausschnitt von Alles für Selbermacher (Freebook), Trotzkopf von Schnabelina (Freebook), Pumphose Frieda von Milchmonster (Freebook in den Größen 50-62), Knotenmütze von Klimperklein (Freebook), Halstuch von Krumme Nadel (Freebook), Leggins "Little Leg Love" von nEmadA (Freebook), Trotzkopf Tunika von Schnablina (Tutorial)

Material: Bündchen, grüner Punktejersey und Waldtierjersey von Alles für Selbermacher (leider schon etwas länger her, dass ich den gekauft habe), blauer Punktejersey, Cord und Jeans aus der Restekiste, Einbügler für Größen von Prym (das ist einfach ein Band mit Schablonen, dass man beschriften und aufbügeln kann)

5 liebe & nette Meinungen

  1. Die Farb-, Muster- und Schnittkombination ist groß-groß-großartig. Ich bin ganz schockverliebt. Und ich habe noch soooo viele Jeanshosen hier liegen, da könnte ich doch glatt auch so ein Pumphoeschen für den Butz daraus nähen. Ich bin dann mal an der Nähmaschine... ;-)
    Hab es fein, viele Grüße Anni

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    1. Hallo Anni,

      dann aber nichts wie los! Ich finde das geht so schnell und der Stoff ist auch schon schön oft gewaschen und dadurch weicher als neuer Jeans.

      Liebe Grüße
      Rebecca

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  2. das sieht soooo süß aus. die kleinen teile gehen wahrscheinlich auch schneller als ein shirt für uns :)
    mal sehen, wann ich gelegenheit bekomme diese kleinen dinger zu nähen - hoffentlich nicht bald. obwohl - mein Cousin heiratet ja vielleicht dieses jahr (hab noch immer keine einladung) *grummel*
    liebe grüße und danke fürs teilen
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    1. Hallo Gusta,

      das Zuschneiden ist bequemer. Für mich mache ich das immer auf dem Boden, da ich auf dem Tisch Sorge hab, dass der Stoff sich verzieht. Bei den kleinen Sachen kann man aber alles so schön auf die Schneidematte legen. Das nähen selbst ist gar nicht so viel schneller. Mit der Ovi dauert es ja eh nicht so lange. Ich würde eher sagen, dass Ärmel und Bündchen ein wenig fummliger sind. Ist ja alles so klein. Aber es macht definitiv Spaß und für meine kleine Großcousine (Die braucht dingend einen Spitznamen) darf ich aus den Resten von meinen Sachen noch mehr nähen. Aber nur als Leihgabe. Ist es zu klein, dann bekomme ich es wieder. Irgendwann habe ich hoffentlich auch ein Kind und dann soll es natürlich dafür sein.

      Liebe Grüße
      Rebecca, die schon die Einladung für die Hochzeit im nächsten Jahr hat :D

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  3. Ui, warst Du fleißig, liebe Rebecca! Schöne Stoffe hast Du kombiniert! Wenn ich Leggings nähe, mache ich tatsächlich kein Bündchen dran, sondern nur ein Gummi. Danke für's Verlinken bei Cord, Cord, Cord! :-)
    Viele Grüße
    Mara Zeitspieler

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Vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast mir einen Kommentar zu schreiben. Ich freue mich sehr.

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