Bremerhaven Teil 1 {2017}

Ach du her jemine. Was rennt die Zeit denn schon wieder so. Im kleinen ist der erste Monat des Jahres fast um und somit liegen zwischen dem Urlaub und mir bald vier Wochen - viel zu lange ist das her. Ein bisschen größer gab es das letzte mal im Sommer 2015 (das sind zweieinhalb Jahre!) den letzten Fotopost in diesem Blog und noch länger ist die letzte Reise nach Bremerhaven her. Dabei wollte ich schon sooooo lange wieder dorthin und so entsetzlich weit ist es dann ja auch nicht. Insgesamt soll es drei (oder vielleicht doch eher vier) Posts aus unserem Winterurlaub geben. Heute machen wir einen Spaziergang durch die "Havenwelten" und ich erzähle euch ein bisschen zu den Museen, die es gibt. In den nächsten Wochen gehen wir dann noch in den Zoo und machen einen Abstecher ans Meer. Ich hoffe ihr habt Lust - ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mich begleitet.


Da wir zu fünft waren gab es in diesem Jahr wieder zwei Ferienwohnungen - wie schon vor fünf Jahren im Harz (die Links findet ihr am Ende des Posts). Die vom Seebären und mir lag genau am Hafen bzw. direkt an den Havenwelten. So nennt sich der auf Tourismus ausgelegte Hafenteil mit all den Museen und Restaurants nämlich. 


Kaum aus der Haustür raus standen wir auch schon vor dem ersten Museum, dem deutschen Auswandererhaus. Hier waren wir bei unserem Besuch 2011 (auch hier sind die Posts unten verlinkt) auch schon. Gleich am Eingang bekommt man eine Bordkarte und darf dann in einem Warteraum platz nehmen oder sich umsehen. Man begleitet im Prinzip einen Auswanderer oder eine Auswandererin auf ihrem Weg von Bremerhaven in die neue Heimat. Zunächst geht es vom Hafen an Bord und dann übers Meer. Nach Amerika oder vielleicht doch nach Australien. Das ganze Museum ist ausgesprochen ansprechend gestaltet und wir hätten uns hier noch so viel länger aufhalten können. Nur hatten wir den ehrgeizigen Plan am gleichen Tag noch ins Klimahaus zu gehen. Eine dumme Idee, aber bei unserer kurzen Zeit dort einfach nicht anders machbar. Neben dem mir schon bekannten Teil des Auswanderns gibt es auch noch einen neuen Anbau in dem es erneut darum geht eine Person zu begleiten. Dieses mal aber bei der Einwanderung nach Deutschland. Neben vielen älteren Geschichten gibt es ganz aktuell auch die Geschichte eines Flüchtlings.


Jetzt wollen wir aber nicht ins Museum und darum machen wir uns trotz Regen, Wind und keiner Sonne auf den Weg durch den Hafen. Erstmal um das Hafenbecken herum Richtung Zoo. Auch bei Regen gibt es hier das ein oder andere Detail zu entdecken.



Die große bemalte Fläche zwischen Zoo und Weser ist der Willy-Brandt-Platz. Ist es möglich, dass den irgendwie jede Stadt haben muss? Trotz grau in grau finde ich den Leuchtturm einfach nur lustig - davon hat Bremerhaven so einige, also Leuchttürme. Aber hier auf dem Platz gibt es noch mehr zu sehen.


Bremerhaven ist einfach eine Auswandererstadt. Es gab extra Fabriken in denen Matratzen für die Überfahrt gestopft wurden. So wundert es nicht, dass den rund 1,2 Millionen Menschen, die von Bremerhaven ausgewandert sind ein Denkmal gewidmet wurde.


Während der Vater in die Zukunf schaut, blickt die Mutter zurück auf das, was sie zurücklassen. Bei Sonnenschein sicher noch schöner, aber irgendwie passt es auch zum sorgenvollen Blick der Frau.


Schauen wir uns einmal um, dann sieht man als erstes das "Sail City". Erinnert ein bisschen an dieses berühmte Hotel in Dubai, soll aber ein aufgeblähtes Segel darstellen. Oben gibt es eine Aussichtsplattform, aber dank schlechter Sicht, Wind und Regen haben wir uns das gespart.

Links daneben, das Schlauchboot, ist das Klimahaus 8° Ost. In diesem waren der Seebär und ich nachdem wir im Auswandererhaus waren. Viel zu wenig Zeit, wir haben mit Müh und Not die Hauptausstellung geschafft. Zusammen mit dem Abenteurer Alex Werner geht es von Bremerhaven aus auf Weltreise. Immer entlang des Längengrad 8° Ost. Dabei werden nicht nur Bilder oder Filme gezeigt. Die komplette Reise wird miterlebt. Von Bremerhaven geht es in die Schweiz und dann immer und immer weiter. Mal ist es eisig kalt - somit hatten wir in diesem Urlaub sogar echten Schnee -und dann in der Wüste wieder unfassbar heiß und trocken. Es war wirklich faszinierend und ihr könnt mir nicht glauben wie traurig wir wegen des Zeitdrucks waren. Die Aussichtsplattform war leider geschlossen und von den weiteren Ausstellungen haben wir gar nichts mehr mitbekommen. Es ist also klar: Wir müssen mit viel mehr Zeit einfach wiederkommen!

Aber zurück zum Überblick. Links vom Klimahaus wäre noch das Auswandererhaus, das kann man aber nicht sehen. Die Glaskuppel rechts des Hotels ist Teils des Shoppingcenters "Mediteraneo" und wirklich schön gestaltet. Innen ist es wie durch Italien zu laufen. Kopfsteinpflaster und viele kleine Lädchen in bunten Farben. Daneben dann das Schifffahrtsmuseum (da laufen wir später noch hin) und der Radarturm. Da wäre ich ja gerne rauf, aber im Winter ist der leider geschlossen. Statt mitten im Hafen zu stehen kann man von dort auf all die neuen Gebäude blicken - stelle ich mir schon toll vor.


Die Farben und dieses kleine Häuschen - wir mussten an ein Plumsklo denken - haben es mir angetan. Überall war gelb dabei. BH steht übrigens weder für Damenwäsche noch für Bremerhaven sondern für Bremen und Hamburg. Mit dieser Vorrichtung, dem Semaphor, wurde angezeigt wie das Wetter in besagten Städten ist.


Um den Zoo mit seinen Felsen herum machen wir uns auf den Weg zum geklinkerten Leuchttum - offenbar der eigentliche Leuchtturm. Sein Bruder steht definitiv in Pisa, denn auch dieser Turm kommt ganz schön schief daher.




Ein letzter Blick übers Wasser - zumindest für den Moment. In Bremerhaven reiht sich ein Hafenbecken an das nächste. So ist es noch lange nicht wie in Papenburg wo mitten in der Stadt die Schiffe dicht an dicht liegen. aber auch hier ergibt sich ein spannender Kontrast von alten Schiffen und neuen Gebäuden, Heimat und Fernweh.


Damit wären wir dann auch schon einmal um den Zoo herum gelaufen. Wenn ich mich richtig erinnere, dann ist es der kleinste Zoo Deutschlands. Von der Fläche her ja, aber die Aufmachung. Doch davon wann anders mehr, denn vom Zoo mag ich euch ausführlich berichten.


Jetzt machen wir uns bei dem schlechten Wetter doch lieber auf zum deutschen Schifffahrtsmuseum direkt am alten Hafen. Hier wird zwar gerade umgebaut und der Seebär hat sich dieses mal auch ohne mich umgesehen, aber wer sich für Boote begeistert ist dort richtig. Ich fand es beim letzten mal auch nicht unspannend, aber zum Urlaub gehört eben auch Erholung und so habe ich lieber einen faulen Nachmittag gemacht.


Wer erinnert sich an das Foto? Das Herzchen (wer sieht es?) hatte ich bei unserem aller ersten Besuch fotografiert und das Bild damals zum Jahrestag vom Seebären und mir gepostet. Seit dem hat der Lack gelitten - beim Boot, nicht bei uns. Ich hab mich trotzdem sehr gefreut es wieder zu finden.


Wenn wir uns umdrehen, dann können wir die Havenwelten noch einmal von der anderen Seite sehen. Die schönen Fotos mit Sonnenschein gibt es dann im Post vor sieben Jahren (Hilfe!), den habe ich euch ganz unten verlinkt.


Hatte ich schon gesagt, dass ich da gerne rauf würde? Also noch ein Grund mehr im Sommer wieder zu kommen. Immerhin sind die Stoffe (okay, die Hälfte aber der Rest ist schon zugeschnitten) aus dem Stoffladen direkt am Bahnhof schon vernäht. Da gab es schon ein paar Schätze, aber ich schweife ab.


Für die Temperaturen und das Wetter sind wir genug herum gelaufen. Wie wäre es, wenn wir es uns jetzt gemütlich machen und uns nächstes mal im Zoo treffen? Danach setzen wir unseren Spaziergang dann mit ein bisschen mehr Sonne fort.



Angesprochene Posts:
Weitere Urlaube in Bremerhaven (2009, 2011 Hinreise, 2011 Rückreise - da war das Wetter definitiv fotogener)

2 liebe & nette Meinungen

  1. das sind schöne fotos und sie beweisen mal wieder, dass es nicht unbedingt nötig ist, dass die sonne scheint. danke fürs mitnehmen. ich freue mich schon auf weitere teile :)
    liebe grüße
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    1. Hallo Gusta,

      die Fotos für den zweiten Teil des Hafenspaziergangs sind auch schon fertig. Da schien die Sonne und es war so herrlich. Immer noch windig aber lange nicht mehr so nass. Sonne und Meer ist einfach die beste Kombination - neben Sonne, Meer und Eis ;)

      Liebe Grüße
      Rebecca

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