Paro Cardigan {#jakasternähtjetztauchklamotten}

So ganz langsam könnte man hier einen völlig falschen Eindruck von meinem Kleiderschrankinhalt bekommen. Erst das schicke Spitzenkleid und nun diese Kombi. Es ist aber viel eher so, dass ich hier Tag für Tag in Jeans und selbstgenähten Oberteilen rumlaufe, dann aber der Seebär nicht da ist um Fotos zu machen und je nach Aufgaben des Tages die Haare auch nicht wirklich immer blogposttauglich sind. Wie schön also, dass mein Bruder am Freitag seine offizielle Verabschiedung an der FH hatte und ich die Gelegenheit genutzt habe mich ein bisschen heraus zu putzen. Noch praktischer aber war es, dass der Seebär so ein Schatz war und vorbei gekommen ist, damit ich rechtzeitig fertig bin, den Post zur Creativa schreiben konnte und sogar noch Zeit für ein paar Fotos im Garten war. Das Timing war klapp, aber dank Teamarbeit haben wir es geschafft. So gibt es hier jetzt also endlich mal wieder etwas aus dem Kleiderschrank zu sehen.



Da ist er also: Der zweite Anlauf meines Paro-Cardigan. Den ersten hatte ich euch auf Instagram gezeigt und obwohl ich genau nach Tabelle genäht habe ist er viel zu groß geworden. Zum Glück passte er meiner Mama, und sie hat ihren auch am Wochenende getragen. Ihr seht also: Der Paro geht in jedem Alter. Als Vorbild für beide diente übrigens die Version von Dominique von Kreamino, nur war ich für rot einfach nicht mutig genug.


Für meinen zweiten Anlauf habe ich ganz mutig zwei Nummern kleiner genäht und somit eher die Fertigmaßtabelle als Grundlage genommen. Nach unten wird der Cardigan eh so weit, dass es keine große Rolle mehr spielt. Viel eher wollte ich erreichen, dass ich ihn offen tragen kann, ohne in Stoffmengen zu versinken und mich wie in einem Sack zu fühlen.


Erst wollte ich nur ein weißes Shirt mit V-Ausschnitt darunter tragen, dann währe es wohl etwas sportlicher geworden. Eine Bluse mit Kragen erschien mir für die Zeugnisübergabe bei der ich ja nicht im Mittelpunkt stehe doch zu fein. Am Ende habe ich bei der Suche nach einer Hose (ja. ich besitze nun auch eine Stoffhose und nicht mehr nur Jeans!) über diese Bluse gestolpert. Schön schlicht und ohne Ärmel, die sich unschön knubbeln. So habe ich seit Ewigkeiten mal wieder Kleidung gekauft. Es passte aber auch alles so gut zu dem Bild, dass ich im Kopf hatte.


Die Schultern rutschen noch immer ein wenig herunter. Dann ich den Kragen höher ziehe, dann passt es. Vielleicht muss ich einfach mal mutig sein und die Schulterbreite anpassen. So sieht es doch noch ein wenig hängend aus. Anderer seits sieht es auf all den anderen Fotos auch dem auf dem Titel des Schnittmusters (im englischen Original) genau so aus. Vielleicht soll es also auch einfach so sein.


Wie schon bei dem ersten Versuch habe ich die Falten an der Brust wieder abgenäht. Allerdings nicht wie empfohlen 10 cm sondern lediglich ca. 8 cm. Ein kleine Oberweite habe ich nicht, denn dann wird dieser Schritt empfohlen. aber offen wollte ich meinen Cardigan unbedingt tragen. So habe ich auch auf den Knopf verzichtet. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass ich ihn auch in dieser Größe ohne weites schließen könnte. Bei diesem Schnittmuster ist ein Blick in die Fertigmaßtabelle also unerlässlich und im Zweifelsfall ruhig mutig sein und kleiner nähen.


Das Highlight des Cardigan ist definitiv auch die Rückansicht. All die Falten zaubern eine wunderbare Figur - wie ich finde. Das Nähen dauert im Übrigen war nicht mal so unfassbar lange. Ich wollte eigentlich nach der Arbeit nur die Falten legen und ein wenig vorarbeiten. Am Ende hat es bis zur fertig gesäumten und gebügelten Jacke ca. drei Stunden gedauert. So ein Teil im Laden zu finden - wenn es denn überhaupt gelingt - dauert deutlich länger. Dazu ist noch zu sagen. dass ich sowohl die Schulternähte, als auch die Falten im Vorderteil und auch den Schalkragen abgesteppt habe, damit sich alles schön legt. Das kostet zwar ein wenig Zeit, aber ich finde es so noch einen tacken schöner.


Zur schicken Jacke gab es also wie bereits erwähnt eine neue Bluse, die zwar schick aber nicht zu förmlich ist. Dazu kam noch die neue schwarze Hose (über die Größenpolitik der Modehäuser reden wir mal nicht! und auch nicht über die Passform, die mir erst dank zwei großzügiger Abnäher gefällt). Als ich dann noch die Schleifenschuhe entdeckt habe war klar, dass sie die perfekte Ergänzung sind. Schick und ein bisschen verspielt. Genau so mag ich das.


Einzig beim Mantel habe ich mich vertan. Der Trenchcoat hängt schon seit etlichen Jahren im Schrank und irgendwann im letzten Jahr wollte ich ihn sogar aussortieren. Als ich ihn aber anprobiert habe, gefiel er mich doch richtig gut. Ich freue mich ja immer, wenn ich einen Mantel oder eine Jacke finde, die nicht nur gut aussieht sondern in der man sich auch noch gut bewegen kann, die an den Armen nicht spannt. Das war hier der Fall und so gab es eine Gnadenfrist. Nun habe ich ihn mal wieder getragen und hoffe sehr, dass es nicht das letzte Mal war. Dazu noch die kleine schwarze Tasche, fertig. Nun bin ich sehr gespannt, was ihr sagt.


Schnittmuster: Paro Cardigan von Itch To Stitch in der deutschen Übersetzung von Näh-Connection
Stoff: schwarzblauer Romanit von Alles für Selbermacher 

Outfit: Tasche von Even&Odd, Schuhe von Deichmann, Bluse und Hose von H&M (aktuell), Mantel H&M (schon von 2012)

Verlinkt: RUMS

4 liebe & nette Meinungen

  1. Liebe Rebecca,

    hübsch siehst du aus in deiner Combi ;o) der Paro Cardigan steht dir sehr gut.

    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Hallo Martina,

      ganz ganz lieben Dank. Ich fühle mich auch echt wohl drin, jetzt wo er nicht mehr so schlackert. Hier liegen inzwischen Stoffe für zwei weitere. Fehlt nur noch ein bisschen Nähzeit.

      Liebe Grüße
      Rebecca

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  2. wow... das ist eine tolle jacke!!! Raffiniert und schmeichelhaft und absolut kleidend... meine hochachtung!!!!
    liebe grüße
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    1. Hallo Gusta,

      hab ganz ganz lieben Dank. Sind die Falten erstmal gelegt und im Oberteil abgenäht, dann ist sie wirklich ruckizucki fertig. Der Schnitt macht absolut süchtig!

      Liebe Grüße
      Rebecca

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